TV-Star Gregory B. Waldis

Das Interview

Theater im Rathaus Essen
Das Interview
Schauspiel nach dem Film von Theo van Gogh
und dem Drehbuch von Theodor Holman
Übersetzt und für die Bühne adaptiert von Stephan Lack

Mit Gregory B. Waldis und Julia Grimpe
2 Mitwirkende
Regie und Bühnenbild: Jürgen Kloth
Kostüme: Sibyll Möbius

UA: 28.05.2003 TUSCHINSKI Theater Amsterdam
Deutsche EA: 17.02.2006 Künstlerhaus MOUSONTURM Frankfurt/M.
Aufführungsrechte: THOMAS SESSLER Verlag Wien

Wiederholungstournee
20.11.2015 – 30.11.2015
01.04.2016 – 20.04.2016


INHALT

Pierre Peters ist auf den Kriegsschauplätzen der Welt zu Hause, kennt sich aus im politischen Tagesgeschäft, kann Politikern vor laufender Kamera gerade das entlocken, was sie verbergen wollen, und nun das: Ausgerechnet Soapsternchen Katja Schurman, bekannt aus hirnfreien Fernsehshows und drittklassigen Filmen, soll er interviewen. Also ein öder Auftrag – und klar unter seiner Würde. Dass sich die Begegnung der beiden allerdings sehr schnell zu etwas ganz anderem entwickelt, darf man getrost erwarten, denn niemand anders als der radikale niederländische Querdenker und Regisseur Theo van Gogh hat die Geschichte von Katja und Pierre auf die Leinwand gebracht.

Das Bühnenstück entstand nach dem vorletzten Film (2003) des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh – ermordet von einem islamischen Fanatiker am 2. November 2004 in Amsterdam -, dem 2007 eine erneute Verfilmung durch den US-Regisseur Steve Buscemi folgte. Die jüngste deutschsprachige Theaterinszenierung fand im November 2009 im Theater am Neumarkt Zürich statt – mit Birgit Minichmayr (zweimalige Trägerin des Nestroy-Theaterpreises, des Ulrich-Wildgruber-Preises, Silberner Bär der 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin, Preis der deutschen Filmkritik als beste Darstellerin, Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2010) und Sebastian Blomberg (Adolf-Grimme-Preis, Josef-Kainz-Medaille der Stadt Wien) in den Hauptrollen. Die Inszenierung erlebte 2010 umjubelte Gastspiele am Schauspielhaus Wien, am Deutschen Theater Berlin sowie beim Heidelberger Stückemarkt.

TV-Star Gregory B. Waldis Das Interview (Foto: Thomas Grünholz) Das Interview (Foto: Thomas Grünholz)


BIOGRAFIEN

AUTOR
Theo van Gogh war ein niederländischer Filmregisseur, Publizist und Satiriker. Der Regisseur war ein Urenkel von Theo van Gogh, dem Bruder Vincent van Goghs. Van Gogh hatte zunächst Jura studiert, beschloss aber nach dem Abbruch des Studiums, Regisseur zu werden. Daneben arbeitete er für Funk und Fernsehen und schrieb provokante Kolumnen. Van Gogh war ein typischer „Aktionsregisseur“. Die Qualität seiner Filme beruhte in erster Linie auf der Story und den Leistungen seiner Schauspieler. Die meisten seiner Produktionen waren Low-Budget-Produktionen und in sechs Fällen (von insgesamt 19 fertiggestellten Filmen) auch selbstfinanziert. In den 1980er Jahren wechselte Van Gogh zu zurückhaltenden Literaturverfilmungen. Ab den 1990er Jahren schien er sich auf spannende Beziehungsfilme zu spezialisieren. Die Bühnenfassung von van Goghs „Das Interview“ wurde am 17. Februar 2006 im Künstlerhaus Mousonturm uraufgeführt. Nach Ausstrahlung des Films „Submission“ über die Unterdrückung der Frau durch den Islam erhielt van Gogh Morddrohungen. Am 2. November 2004 wurde er in Amsterdam ermordet.

DARSTELLER
Gregory B. Waldis
, der durch viele große Fernsehrollen bekannt ist, wurde in Los Angeles geboren. Nach seiner Schulzeit in Seuzach (bei Winterthur) in der Schweiz machte er eine Maurerlehre. Im Anschluss besuchte er eine Kunst- und Mediendesign-Schule in Zürich, nebenbei begann er als Beleuchter und Bühnentechniker beim Winterthurer Sommertheater zu jobben, später arbeitete er als technischer Leiter im dortigen Kellertheater. Seinen Traum Schauspieler, zu werden, beginnt er mit der professionellen Ausbildung an der Schauspielschule der Theaterwerkstatt Mainz, die er 1996 abschloss.
Es folgten verschiedene Engagements an Theatern in Bonn, Münster und Köln, wo er u. a. den Monteiro Rossi in der Dramatisierung von Tabbuchis Erfolgsroman „Erklärt Pereira“, den Jörg in Dea Lohers „Fremdes Haus“ und die Titelrolle in Shakespeares „Macbeth“ spielte. Das Fernsehpublikum kennt den charismatischen Schauspieler aus vielen Serien- und Krimiproduktionen sowie TV-Spielfilmen, wie u. a. „Soko 5113“ „Die Wache“, „Freundinnen für immer“, „Wenn Träume fliegen“, „Der Stoff der Träume“, „Soko Köln“, „Hinter Gittern“ und „Rosenheim Cops: Im Fadenkreuz“. Parallel zu seinen vielen Drehterminen besuchte er von 2001 bis 2005 die Internationale Filmschule in Köln.
Populäre, durchgehende Hauptrollen spielte er in den TV-Kultserien „Sturm der Liebe“ (als Hotelerbe Alexander Saalfeld sahen ihn über 5 Millionen Zuschauer in der ARD), „Tag und Nacht“ (als Dr. Felix Burckhardt) im Schweizer Fernsehen und seit 2010 „Tierärztin Dr. Mertens“ (als Dr. Tom Berkhoff in der ARD). Zudem stand er für eine Reihe von Filmen vor der Kamera wie u. a. in der internationalen Produktion „Final Contract: Death on Delivery“ in der Regie von Axel Sand. Zuletzt spielte er den L´Amant in Michael Roddes Film „Impasse du desir“ sowie die Hauptrolle des Bruno in Slavko Spionjaks Werk „Großer linker Zeh“.
Für das EURO-STUDIO Landgraf hat Gregory B. Waldis die Rolle des Miki Koll in KOLLS LETZTER ANRUF in der Regie von Joshua Sobol – einer Koproduktion mit dem Stadttheater Fürth – übernommen.

Julia Grimpe war bereits im Besitz ihres ersten festen Engagements, noch bevor sie ihr Examen am Bühnenstudio der Darstellenden Kunst in Hamburg abgelegte. Von Hamburg zog es sie zum Schauspiel nach Köln und spielte 3 Jahre an verschiedenen Bühnen der Stadt. Während dieser Zeit wirkte sie in einer Vielzahl bekannter Fernsehproduktionen, wie „Die Bombe tickt“ oder „Tatort“ mit.
Die Jahre 1997 bis 2000 gehörten alleine dem Theater. Rollen und Angebote gab es viele – Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Langsam aber sicher wurden Intendanten größerer Theaterhäuser und auch Fernseh-Produzenten auf sie aufmerksam.
Der bundesweite Durchbruch gelang Julia Grimpe durch ihre Rolle der `Paula Busch´ in der SAT1-Serie „Für alle Fälle Stefanie“. Vier Jahre blieb sie dieser Rolle treu. Von 2001 bis 2010 verkörperte sie im „Forsthaus Falkenau“ die Rolle der ehemaligen Studentin Anna. Fragt man Julia Grimpe nach ihrer Wunschrolle, dann hat diese wenig mit Fernsehen, dafür eher mit Theater zu tun.


PRESSESTIMMEN

Intensives Schauspiel-Theater, das unter die Haut geht.
Gordon K. Strahl, WAZ, 07.12.2010.

Ein äußerst spannendes Psychodrama, das das Publikum bis zur letzten (überraschenden) Minute fesselt.
Jürgen Hainke, Stadtspiegel Essen, 04.12.2010.

Exzellentes Kammerspiel
Kurzweilige Unterhaltung und kritische Einblicke in die Welt der Medien samt ihrer zynischen Gesetzmäßigkeiten… – die Welt des Scheins und Seins, der Halbwahrheiten und Legenden.
Stefan Idel, Nordwest Zeitung, 05.03.2012.

Intensives Psychoduell
Regisseur und Bühnenbildner Jürgen Kloth hat die Filmvorlage ohne große inszenatorische Mätzchen auf die Bühne gebracht. Die Regie hält sich weitgehend zurück und konzentriert sich ganz auf die Figuren.
Der Patriot, 26.04.2012.

Share on FacebookShare on Google+Share on LinkedInPin on PinterestShare on TumblrTweet about this on TwitterEmail this to someonePrint this page
Top