Alles über Liebe

Koproduktion mit Theater im Rathaus Essen
Alles über Liebe
Komödie von Stephan Eckel
Regie: Jürg Schlachter
Bühne und Kostüme: Mark Späth

Mit Giovanni Arvaneh, Renan Demirkan, Tanja Schumann
(3 Mitwirkende)

Wiederholungstournee
ca. 01.11.2018 – 20.11.2018 und
ca. 03.04. 2019 – 30.04.2019 


INHALT

Aus dem Textbuch:
Carlos und Anna sitzen auf einem roten Sofa. Zwischen beiden ist viel Platz, keiner will dem anderen zu nahekommen. Beide haben die Arme vor der Brust verschränkt. Auf der linken Seite des Sofas hat, in einem bequemen Sessel, die Therapeutin Platz genommen. Sie ist angespannt. Auf ihrem Schoß liegt ein Notizbuch, in das sie hin und wieder kritzelt. Überall im Raum sind kleine Kleenex-Boxen verteilt …
S
o beginnt die facettenreiche erste Sitzung der Paartherapie, die Anna und Carlos als letzte Möglichkeit erwogen haben, um ihre Beziehung zu retten. Vor einer hoffnungslos überforderten Therapeutin sagen sich die beiden so kräftig die Meinung, dass die Fetzen fliegen und sogar ein Schaumstoffschläger zum Einsatz kommt. Ihr Problem heißt Ehe – mit all den Erwartungen, Entbehrungen und Enttäuschungen, die beide damit verbinden. Mal witzig und mal bitter ernst werden in der Therapiestunde alle großen Missverständnisse zwischen (Ehe-)Mann und Frau, Vater und Mutter, Schwiegersohn und Tochter aufs Tapet gebracht. Anna leidet nicht nur unter quengelnden und kreischenden Kindern beim abendlichen Einkauf, sondern auch unter dem Verlust ihrer einstigen Anziehungskraft auf das andere Geschlecht, darunter, dass ihre Welt immer mehr zu schrumpfen scheint und unter Zwergen- und Piratenkostümen, die sie für das nächste Kindergartenfest produzieren muss. Carlos kämpft dagegen um den Spaß in seinem Leben als verheirateter Mann und hasst es, als Vater immer den schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen, ganz gleich, was er tut.
Zwischen Anklagen, Aggressionen und Absurditäten werden Episoden aus dem Eheleben anschaulich rekonstruiert: Ein Horror-Urlaub mit anderen Pärchen, die Kindertanzgruppe, die vollbusige Praktikantin und der Halbfett-Kartoffelsalat der Schwiegermutter. Kaum ein zwischenmenschliches Problem bleibt unerwähnt, und so manches Paar wird sich hier wiedererkennen: Vor Jahren noch stürmisch verliebt, sitzt man ruckzuck mit zwei Kindern in einem Reihenhaus und spielt nur noch das Taxi für den Nachwuchs. Aber muss es denn immer so sein, dass der Alltag die Liebe auffrisst? Zwischen den Zeilen des schnellen und pointenreichen Schlagabtauschs des Paares offenbart sich, mal auf urkomische, mal auf sehr anrührende Weise, schließlich doch noch das Band, das Anna und Carlos zusammenhält: Die Liebe! Eine ebenso freche wie bitterböse Komödie über das romantisierte Ehebild und eine hemmungslose Reflexion (un-)möglicher Alternativen.

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BIOGRAFIEN

DARSTELLER
Arvaneh, Giovanni © Stefanie RoseGiovanni Arvaneh wurde 1964 in München geboren. Von 1987 bis 1990 studierte er an der renommierten Neuen-Münchner-Schauspielschule ,Ali Wunsch-König‘ und machte zusätzlich eine Musicalausbildung zum Sänger und Tänzer. Im Fernsehen sah man ihn unter anderem im „St. Angela“, „Balko“, „Unser Charly“, „Soko 5113“, „Motorradcops“ und „Küstenwache“. Im Theater spielte er in „Der Brandner Kaspar“, „Wie es Euch gefällt“, „Falco meets Amadeus“, „Romanze in D“ u. a. Vor allem durch seine Fernsehrolle im „Marienhof“, wo er mit Unterbrechungen von 1994 bis 2010 den Türken Sülo Özgentürk verkörperte, erlangte er große Bekanntheit. In seiner Freizeit fährt er leidenschaftlich Motorrad, beschäftigt sich mit Psychologie, Kunst und Literatur und kocht sehr gerne für seine Familie und Freunde italienisch und persisch.

Renan Demirkan © Guido OhlenbostelRenan Demirkan kam im Alter von sieben Jahren aus Ankara nach Hannover. Nach dem Abitur studierte sie Wirtschaftswissenschaften und Politologie, zum Schauspiel kam sie durch puren Zufall: Sie begleitete eine Freundin zur Schauspielschule und bestand selbst die Aufnahmeprüfung. Bühnenengagements in Nürnberg, Dortmund, Köln und Hamburg folgten. Sie spielte u. a. Rollen in „Wassa Schelesnowa“, „Wie es Euch gefällt“, „Trommeln in der Nacht“, „Frühlings Erwachen“, „Romeo und Julia“, „König Lear“, „Die Palästinenserin“, „Bluthochzeit“ und „Irgendwann im Leben“. Hinzu kamen zahlreiche Auftritte in Film und Fernsehen, u. a. im Kinothriller „Zahn um Zahn“ an der Seite von Götz George, mit dem ihr 1985 der Durchbruch gelang.
Für ihr Bühnenstück „Respekt“ erhielt sie 1998 das Bundesverdienstkreuz. Dieses überreichte ihr der damalige Bundespräsident Roman Herzog. Weitere Preise und Auszeichnungen waren der NRW Förderpreis für Theater, der Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera, der Hessische Darstellerpreis für Film u. a. Große Anerkennung fanden Demirkans eigene Programme wie „…aber es kamen Menschen“ (Schauspielhaus Nürnberg, 1981), „Worte, Geschichten und Lieder“ (Schauspielhaus Dortmund, 1983), „Bosnien weint. Lyrik aus dem Krieg“ (WDR Köln, 1996), „Auf meine bescheidene Art werde ich ein Gott sein“ (1997) oder „Über Liebe, Götter und Rasenmäh’n – Wie buchstabiert man Liebe?“ (2002/03).
Für das Tournee-Theater THESPISKARREN war sie 2009/2010 in der Bühnenfassung von „Lieben Sie Brahms?“ und in der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ zu sehen. In der Saison 2009/2010 spielte sie an der Seite von Wolfgang Seidenberg in „Zweifel“, einer Koproduktion der Schauspielbühnen in Stuttgart (Altes Schauspielhaus) und dem EURO-STUDIO Landgraf.
Eine bemerkenswerte Seite von Renan Demirkans künstlerischer Arbeit ist auch ihre schriftstellerische Tätigkeit. Ihr Debüt-Roman „Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker“ (1991) wurde in fünf Sprachen übersetzt. Es folgten „Die Frau mit Bart“ (1994), „Es wird Diamanten regnen vom Himmel“ (1999) und „Über Liebe, Götter und Rasenmäh’n – Wie buchstabiert man Liebe“ (2003) nach ihrem gleichnamigen Soloprogramm, „Septembertee oder Das geliehene Leben“ (2007), „Respekt – Heimweh nach Menschlichkeit“ (2011) und zu Ihrem 60. Geburtstag in 2015 „Migration das unbekannte Leben“, eine Anthologie all Ihrer Texte.
Seit 2015 spielt Sie die 2. Hauptrolle (Prof. Dr. Gül) in der ZDF-Serie „Dr. Klein“.

Schumann, TanjaTanja Schumann ist vor allem bekannt aus der erfolgreichen Comedy-Serie „RTL Samstag Nacht“. Diese Show wurde mit dem Bambi, den Bayerischen Filmpreis und den Goldenen Löwen ausgezeichnet. Aber auch an anderer Stelle kam Tanja Schumanns Hang zum Komödiantischen voll zum Tragen. In der Verbraucher- Show „Wie bitte?!“, in „Mensch Markus“, in der Talkrunde „Blond am Freitag“ oder als Ratefuchs in „Was bin ich?“ (2000-2004). Darüber hinaus übernahm sie Gastrollen in Serien wie „SOKO 5113“, „Die Rettungsflieger“, „Balko“ „Tatort“ und „Notruf Hafenkante“ und war in den Jugendfilmen „Pinky und der Millionenmops“ und „Hilfe, ich bin ein Junge“ im Kino zu sehen. Tanja Schumann fühlt sich aber auch auf der Bühne heimisch. Schon als Kind begann sie mit Ballettunterricht, später machte sie neben dem Sportstudium eine Musical-Ausbildung in ihrer Heimatstadt Hamburg. Neben ihrem Auftritt in „Große Freiheit Nr.7“ mit Freddy Quinn und Musical-Engagements wie z. B. „West Side Story“ spielte sie 2000 auch an der Seite von Matthieu Carriere in „Der Ölprinz“ in Bad Segeberg. In den letzten zehn Jahren zeigte die Schauspielerin auf diversen Bühnen in Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Braunschweig ihr komisches Talent. Sie kehrte zum Musical zurück und sang und tanzte sich durch „Non(n)sens“, „Hairspray“ und „Addams Family“.
2014 sprang die sportliche Allrounderin mit einem Tandem-Sprung aus einem Flugzeug und landete im Dschungel, wurde Vierte bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“. Sie hat ihr eigenes Buch geschrieben, „6 Jahre Taschengeld“, und einen eigenen Song herausgebracht: „Ich hab ein Reihenhaus in Hamburg auf der Reeperbahn“. Sie moderiert und synchronisiert, wo immer ihre Präsenz und sympathische Ausstrahlung gefordert wird. Im Sommer 2016 ist Tanja Schumann zum zweiten Mal bei den Piraten-Open-Air Festspielen in Grevesmühlen in „Das Geisterschiff“ zu sehen.

AUTOR
Stephan Eckel
wurde 1976 in Aachen geboren. Er studierte Grafik-Design an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Seine künstlerische Laufbahn begann 2010, als er das Theaterstück „Alles über Liebe“ schrieb. Es folgten in den nächsten Jahren weitere Komödien, Schauspiele, Thriller und Comedy-Programme. Allen gemein sind feiner Wortwitz und rasantes Tempo – die Handlung ist stark dialoglastig und bewegt sich oft an der Grenze zur Farce.
2014 gründete Stephan Eckel den Playtime Verlag. Er lebt und arbeitet in Weinstadt, zum Schreiben zieht er sich nach Villeneuve-le-Roi zurück.

REGIE
Jürg Schlachter
 absolvierte eine Ausbildung zum Schauspieler an der Schauspielakademie Zürich. Es folgten Engagements in München, Salzburg, Darmstadt u.a. sowie Regiearbeiten u.a. in München, Landesbühne Esslingen, in Aalen, Konstanz, Augsburg. Er arbeitete mit Michael Ende, Konstantin Wecker und dem Fränkisch-Schwäbischen Städtetheater und inszenierte an den Theatern Augsburg, Ingolstadt und Erlangen. 2004 erhielt Jürg Schlachter den 1. Preis Bayerische Theatertage für die Regie des Kinderstücks „Petterson Findus und der Hahn“. In Ingolstadt inszeniert er in der Spielzeit 2009/10 „Momo“ von Michael Ende.

PRESSESTIMMEN

Schauspielerisch ist das Trio so gut, dass man ihm das abnimmt, was es auf der Bühne zeigt. Immer wieder geht es zwischen Vorwürfen, Aggressionen und Streicheleinheiten hin und her. Und genau das macht die Geschichte so unterhaltsam für die Zuschauer, die an diesem Abend viel lachen.
HAMM, Rabea Wortmann, Westfälischer Anzeiger, 29.10.2016.

Es wird viel geschmunzelt, gelacht, gegrinst, gegluckst, applaudiert an diesem Abend im Stadttheater. In der Geschichte von Anna und Carlos und ihrer Therapeutin steckt offenbar viel Wahres. Immer wieder kommentieren viele der 450 Zuschauer das spritzig-komödiantische Spiel von Tanja Schumann (Anna), Giovanni Arvaneh (Carlos) und Renan Demirkan (Therapeutin). Die Drei schaukeln sich aber auch umwerfend gegenseitig hoch.(…) Langanhaltender, tosender Applaus.
KEMPTEN, Michael Dumler, Allgäuer Zeitung, 28.10.2016.

So spielte die Komödie gekonnt mit Klischees. Die blieben gleichsam an der Rolle der Therapeutin haften, die Demirkan mit viel Liebe zum Detail umsetzte.
LEHRTE, Susanne Hanke, Anzeiger für Burgdorf und Lehrte, 22.10.2016.

Das Publikum ist begeistert, spendet lange Applaus.
BAD SALZUFLEN, Jan Christian Pinsch, Lippische Landes-Zeitung, 02.10.2016.

Von der ersten Minute an sprang der Funke auf das Publikum über. Immer wieder gab es Szenenapplaus.
WARBURG, Ulrich Schlottmann, Westfalen-Blatt, 29.09.2016.

Die Besetzung für dieses Drei-Personen-Stück hätte nicht besser ausgewählt sein können. Als Therapeutin brillierte (…) Renan Demirkan, die man aus dem Fernsehen von eher ernsten Rollen kennt. Dass sie aber einen feinen Sinn für Humor besitzt, zeigt sie regelmäßig in ihren Romanen. Die Rolle der Therapeutin interpretierte Renan Demirkan als eine selber neurotische Figur und ließ damit immer wieder die Grenzen verschwimmen, wer nun eigentlich psychologische Hilfe nötig hat.
Als Ehepaar auf der Couch überzeugten Tanja Schumann und Giovanni Arvaneh. Vor allem Tanja Schumann (…) zeigte in der von Regisseur Jürg Schlachter für das Tourneetheater Thespiskarren eingerichteten Inszenierung ganz große Komödienkunst.(…) Für den aus München stammenden Schauspieler Giovanni Arvaneh war es nicht leicht, sich neben den beiden Top-Frauen durchzusetzen. Aber es ist ihm tadellos gelungen, seinen Mann zu stehen und sich nicht unterkriegen zu lassen.
WARBURG, Burkhard Battran, Neue Westfälische, 29.09.2016.

Herrlich war Renan Demirkan als etwas verhuschte, selbst behandlungsbedürftige Ehetherapeutin. Die näselnde Sprache, das Klopfen mit dem Zeigefinger gegen die Stirn, das Nesteln an der Kleidung und kleine Nieserchen zwischendurch – das passte alles ins Bild, das war toll gespielt.
Tanja Schumann brachte ihr komödiantisches Talent voll zum Tragen. Über die Bühne wirbelnd reizte sie die Grenzen zum Klamauk aus, ohne diese aber zu überschreiten. In Giovanni Arvaneh hatte sie einen Partner, der nicht nur das nach einer Dose Minwürstchen glücklich hechelnde Veggie-Hündchen herrlich karikierte, sondern auch die mitunter durchaus ernsten Töne des Stückes beherrschte.
WARBURG, Ulrich Schlottmann, Westfalen-Blatt, 29.09.2016.

Das Warburger Publikum war von der Schauspielleistung der drei Akteure derart hingerissen, dass es am Schluss Minuten lang applaudierte.
WARBURG, Burkhard Battran, Neue Westfälische, 29.09.2016.

Eine kurzweilige, intelligent rhythmisierte Inszenierung braucht als Bühnenbild nur die bewusste Couch, zwei Tischchen und einen Sessel. Ein veritables Feuerwerk wird es trotzdem. (…) Das Trio spielt mit ultimativem Ulkfaktor und ohne Leerlauf.
STENDAL Barbara Kaiser, Die neue Barftgaans, 20.10.2014.

Der begeisterte Zuspruch durch das Premierenpublikum war für die Darsteller völlig gerechtfertigt.
STENDAL Ulrich Hammer, Altmark Zeitung, 15.10.2013.

Dem Autor Stephan Eckel ist ein wunderbares Theaterstück gelungen. Witzig, spritzig und ohne Larmoyanz. Einfach herrlich.
STENDAL Ann Brünink, Märkische Allgemeine Zeitung, 16.12.2013.

Die Zuschauer im Kleinen Haus wurden am Freitagabend von einer Lachsalve nach der anderen geschüttelt.
Stendaler Volksstimme, 15.10.2013

Therapeutische Komödie mit echtem Format. Minutenlanger Beifall im Theater der Altmark für „Alles über Liebe“.
Altmark Zeitung, 15.10.2013

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