Das Geheminis der drei Tenoere (c) Rebecca ter Braak

Das Geheimnis der drei Tenöre

Schauspielbühnen in Stuttgart,
Komödie im Marquardt
DAS GEHEIMNIS DER DREI TENÖRE
von Ken Ludwig
Deutsch von Maria Harpner und Anatol Preissler

Mit Michael Hiller*, Andrea Wolf*,  Amelie Sturm*, Theodor Reichardt*, Luigi Scarano*, Axel Weidemann*u.a.
(insg. 7 Mitwirkende)
* (Vertragsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen)

Regie: Ulf Dietrich

27.01.2019 – 18.02.2019


INHALT

Paris in den 30er Jahren: Eine Hotel-Suite, drei Tenöre, zwei Ehefrauen, drei Liebschaften – und ein Olympiastadion voller Opernfans, die den Auftritt der Startenöre am Abend herbeisehnen. Was soll da schon schief gehen? Henry Saunders, Produzent des Abends, ist bester Dinge. Doch da hat er die Rechnung ohne den amourösen italienischen Superstar Tito Merelli und seine heißblütige Ehefrau Maria gemacht. Merelli wird langsam alt. Natürlich hasst er seinen jüngeren Kollegen, der sich ausgerechnet in Merellis Tochter verliebt hat. Verwicklungen lassen Merelli glauben, seine Frau habe etwas mit dem jüngeren Kontrahenten und als dann auch noch seine Ex-Geliebte und der Hotelboy auftauchen wird es erst richtig turbulent. Zwar sind es nur noch ein paar Stunden bis zur großen Premiere, doch loderndes Temperament, folgenschwere Verwechselungen, dramatische Eifersuchtsanfälle und stürmische Bettgeschichten sorgen dafür, dass die Redewendung the show must go on eine ganz neue Bedeutung bekommt. Nach Logik darf hier niemand fragen.

In DAS GEHEIMNIS DER DREI TENÖRE entpuppt sich Ken Ludwig einmal mehr als Meister der rasanten Verwechslungskomödie – voller Komik, überraschender Wendungen und mit liebevoll-ironischem Blick auf die Irrungen und Wirrungen des Showbusiness alter Schule. Bereits mit OTHELLO DARF NICHT PLATZEN bewies Ken Ludwig sein Gespür für die Komik. 1985 wurde sein Stück am Broadway uraufgeführt und erhielt den Tony Award als bestes Stück. 1986 wurde das Stück im Londoner Globe Theatre produziert und für den Sir Laurence Olivier Award als Komödie des Jahres nominiert. Es erhielt neun Nominierungen für den Tony Award und gewann anlässlich der Broadwayaufführung 1989 den Preis für den besten Hauptdarsteller und beste Regie. Das Stück wurde in 16 Sprachen übersetzt und in 25 Ländern aufgeführt. 2010 kam es als Musical Lend Me A Tenor mit Musik von Brad Carroll und Text von Peter Sham auf die Bühne. Im deutschsprachigen Raum erlebte die schwungvolle Boulevardkomödie rund um die Bretter, die die Welt bedeuten, bis heute ca. 120 Produktionen.

Otello darf nicht platzen – wir vor lauter Lachen schon. Die Schnelligkeit ist es, die dem Wahnsinn um zwei tenorale Stimmbänder in präziser Klipp-Klapp-Mechanik zu höchster Lust verhelfen. Dialoge und Handlung greifen wie die Zahnräder eines gutgeölten Uhrwerks ineinander, während die Protagonisten in aller Ernsthaftigkeit und Arglosigkeit von einer Katastrophe in die andere schlittern.
HAMBURG MN, Die Welt, 19.11.2005.


 Das Geheminis der drei Tenoere (c) Rebecca ter Braak

BIOGRAFIEN

DARSTELLER
Michael Hiller absolvierte sein Schauspielstudium in Leipzig und ist nach Festengagements an den Bühnen in Chemnitz, am Volkstheater Wien, in Augsburg, Ingolstadt und am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken seit einigen Jahren freiberuflich tätig. So spielte er u. a. am Grenzlandtheater Aachen und erhielt 2009 den Kurt-Sieder-Preis der Stadt Aachen. Er gastierte bei mehreren Sommerfestspielen, zuletzt bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel, wo er den Jake Blues in dem Kult-Musical „Blues Brothers“ nach dem Film von John Landis spielte. In der Komödie im Marquardt Stuttgart spielte er in Ulf Dietrichs deutsch-deutscher Unterhaltungsrevue „Willkommen im Paradies“, in der Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ von John Buchan und Alfred Hitchcock, in der Operette „Im weißen Rössl“, in Lars Albaums und Dietmar Jacobs’ Komödie „Das andalusische Mirakel“ und Michael Pertwees Komödie „Sextett“. In den letzten Jahren ist er auch regelmäßig im Alten Schauspielhaus Stuttgart: in Gerold Theobalts Schauspiel „Alles was Recht ist“, im Unterhaltungsstück „BuntesRepublik“, in Lutz Hübners Schulkomödie „Frau Müller muss weg“, in Alistair Beatons Schauspiel „Feelgood – Der Stresstest“, in Kleists „Der zerbrochne Krug“, in Joshua Sobols „Der Kaufmann von Stuttgart“, in der Deutschsprachigen Erstaufführung von „Das Boot“ nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim und im Musical „Victor/Victoria“. In der Spielzeit 2014/15 spielte er Paul Werner in Lessings „Minna von Barnhelm“, David O. Selznick in Ron Hutchinsons „Mondlicht und Magnolien“ und Hans-Günther Wirth in Ulf Dietrichs und Manfred Langners Uraufführung „Romy“. Außerdem arbeitet Hiller als Synchronsprecher und inszenierte 2015 in Stuttgart die Komödie „Die Feuerzangenbowle“ in der Komödie im Marquardt. Beim EURO-Studio Landgraf spielte er in Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ unter der Regie von Peter Bause und mit dem Tourneetheater Thespiskarren war Hiller schon mit „Willkommen im Paradies“, „Buntes Republik“ und als Péron in „Evita“ unterwegs.

Andrea Wolf studierte zunächst neue deutsche Literatur, Theater- und Sprechwissenschaft an der LMU in München und wechselte danach an die Otto-Falckenberg-Schauspielschule. Bei den Kammerspielen München, sammelte sie erste Erfahrungen in Merlin oder Das wüste Land von Tankred Dorst in der Regie von Dieter Dorn. Es folgten 16 Jahre im Festengagement an unterschiedlichen Theatern. Neben vielen anderen Rollen hat sie auf der Bühne schon die großen Frauenrollen gespielt. Sie war:: „Desdemona“, „Eve“, „Gretchen“, „Yvette“, „Kunigunde“, „Lola Montez“, „Rosalinde“, „Jenny“ und „Mrs. Peachum“, „Titania“, „Goneril“, „Olivia“, „Martha“ und „Maria Callas“. Es lockte sie unter anderem das Staatstheater Oldenburg und Saarbrücken, in letzterem blieb sie 8 Jahre im Ensemble. Neben dem Theater arbeitet sie für Film und TV und ist Sprecherin für viele Rundfunkstationen und Tonstudios.  Eigene Lesungen, teilweise auch mit eigenen Text- und Liedzusammenstellungen zu den verschiedensten Themen, veranstaltet sie alleine, sowie mit Kollegen und Musikern. An einer Schauspielschule in Wiesbaden gab sie Sprechunterricht, seit 2012 arbeitet sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und immer wieder ist sie als Coach für die DSO – dt. Stiftung Organtransplantation tätig. Seit 2016 ist sie im Vorstand des Frankfurter Künstlerclub e.V.für die Sparte Literatur.

Amelie Sturm begann ihre künstlerische Karriere 1997 mit einem Engagement bei „La Fura Dels Baus”; es folgte u.a. „Apple Tree” von Jerry Bock am Choreographischen Zentrum in Essen, besser bekannt als PACT Zollverein. Einmal in Essen angekommen absolvierte sie gleich ihr Musical-Studium an der dortigen Folkwanghochschule und war anschließend am Düsseldorfer Schauspielhaus in „La Pericole“ zu Gast und danach mit „Blue Jeans” deutschlandweit auf Tournee. Sie spielte an den Kammerspielen Heilbronn, am Fritz-Rémond-Theater Frankfurt in „Sekretärinnen” und am Theaterschiff Heilbronn war sie in „Sixty Sixy”, „Rotkäppchen-Report”, „Abba Hallo” und „Keinohrhasen” zu sehen. Dort war sie auch mit ihrem Soloprogramm „Männer und andere Irrtümer“ zu Gast sowie mit „Heiße Zeiten“ und „Nonsense“, wo sie auch Regie führte. Außerdem inszenierte sie „Emil und die Detektive” bei den Burgfestspielen Stettenfels. An den Schauspielbühnen Stuttgart kennt man sie aus „Kiss me, Kate”, „Effi Briest”, „Der Kaufmann von Stuttgart“, „1984“ und „Evita“.

Theodor Reichardt studierte Gesang, Schauspiel und Tanz am Theater an der Wien. Er sang u. a. Simon in „Jesus Christ Superstar“ in Regensburg und Klagenfurt, Skimbleshanks in „Cats“ am Musicaltheater Zürich und am Operettenhaus Hamburg, Merkur in »Orpheus in der Unterwelt« in Regensburg, Jean Michel in „La Cage aux Folles“ am Delphi Theater Hamburg und am Stadttheater Augsburg. Für die Titelrolle in »Der junge Rabe« erhielt der 1998 den Zuschauerpreis der Bad Hersfelder Festspiele. Am Nationaltheater Mannheim spielte er den Arab in „West Side Story“, am Delphi Theater Hamburg den Roger in „Grease“ und an der Oper Bonn erneut die „West Side Story“, diesmal als Baby John. Weitere Engagements führten ihn nach Füssen zu »Ludwig II«, ans Landestheater Detmold „Les Misérables“ und “Cabaret“, zum Hafentheater Hamburg „König der Löwen“, an das Winterhuder Fährhaus wo er u.a. „Closer than ever“, „Wachgeküsst“, „Pinocchio“ spielte, und an das Theater Zwickau/Plauen für den „Zauberer von Oz“. In Lübeck war er als Sancho in „Der Mann von La Mancha“ zu erleben. Bei den Burgfestspielen Bad Vilbel spielte er den Lukas in „Jim Knopf“ und Mr. Mushnik im „Kleinen Horrorladen“. Im Alten Schauspielhaus der Schauspielbühnen Stuttgart spielte er 2016 in der politischen Revue „Ein Tanz auf dem Vulkan“.

Luigi Scarano, interessierte sich schon früh für Tanzen und Turnen. 1988 wurde er als Bester Turner Norditaliens ausgezeichnet, es folgte ein Studium der Sportwissenschaften an der Universität in Florenz und Genua. Als Sänger und Schauspieler ging er auf verschiedene Kreuzfahrten. Danach stand er für vier Jahre in Bochum für „Starlight Express“ auf der Bühne und in Essen in der Rolle des Eddie für „Mamma Mia!“. Er spielte am Grenzlandtheater Aachen und sang bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“ an Mario Adorf. An den Schauspielbühnen gab er den Freddy in „My Fair Lady“ und war zu sehen als Giorgio in „BuntesRepublik“, Johnny in „Blue Jeans“, und als Juan in „Das andalusische Mirakel. Zuletzt war er im Apollo-Theater in Stuttgart-Möhringen in der Rolle des T.J. in „Sister Act“ zu sehen und stand im Alten Schauspielhaus in „Victor/Victoria“, „Showtime“ und „Sweet Charity“ auf der Bühne. Seit 2014 ist er zusätzlich als Trainer für Persönlichkeitsentwicklung tätig und berät und trainiert Unternehmen und Privatpersonen u.a. in den Bereichen Selbstpräsentation und Präsenz.

Axel Weidemann spielte schon in vielen Schauspiel- und Musicalproduktionen, u.a. im Theater des Westens Berlin bei „My Fair Lady“, im Schauspiel Bonn bei „Sonnenuntergang“, im Theater der Keller Köln bei „Loriot“, bei den Schlossfestspielen Ettlingen „Pension Schöller“, am Grenzlandtheater Aachen „Sweet Charity“ und „Venedig im Schnee“, er spielte in der Komödie Dresden bei „Der nackte Wahnsinn“. Es zog ihn nach Hamburg an das Schauspielhaus zu „Marilyn – Das Musical“, an die Burgfestspiele Bad Vilbel für „Anatevka“. Immer wieder war er im TV zu sehen, für Sender wie RTL, SAT1 oder den SWR. In Stuttgart spielte er in drei Kabarettprogrammen des Renitenztheaters, im Musical „42nd Street“ im SI-Centrum und an den Schauspielbühnen in „Willkommen im Paradies“, „Heimspiel“, „Im Weißen Rössl“, „Dinner für Spinner“, „Blue Jeans“, „Die Kaktusblüte“, „Kiss me, Kate“, „Der Putzteufel“, „Auf und davon“, „Minna von Barnhelm“, „Sextett“, „Liebe, Lügen, Lampenfieber“ und „D‘r Neurosen-Kavalier“. Für die Komödie schrieb und inszenierte er bereits mehrere Kinderstücke, zuletzt „Das Dschungelbuch“. Mit der erfolgreichen Komödie „Auf und Davon“ war Axel Weidemann 2015 und 2016 bereits mit der Konzertdirektion Landgraf unterwegs.

PRESSE
Pressestimmen der deutschen Erstaufführung im Kontra-Kreis-Theater, Bonn

Liebeschaos in höchsten Tönen. Es gibt richtig was zu Lachen, es ist ein toll gebautes Stück.
BONN Stefan Keim, WDR 3 Mosaik, 06.12.2016

Lustig, temporeich und sehr unterhaltsam. Es ist gelungen, jeden der Charaktere mit einer gehörigen Prise Ironie zu versehen, ohne jedoch zu übertreiben. Am Ende gab’s stehende Ovationen.
BONN Markus Becker, Promistadt online, 03.12.2016

Mit der deutschsprachigen Erstaufführung hat er seinem Haus zum 50. Jubiläum am jetzigen Standort ein echtes Geschenk gemacht. Auch dem begeisterten Publikum, das die Premiere mit opernreifem Jubel belohnte.
Hier entfachen am Ende vier Tenöre sowie ein Sopran mit Schauspieler-Belcanto eine Show mit Kultpotenzial. Der Rest ist ein Theatergeheimnis, das man selbst lösen sollte.
BONN E. Einecke-Klövekorn, General Anzeiger Bonn, 03.12.2016

Meister des Timings. Die Schauspieler drehen gerade so weit auf, dass sich das Publikum vor Lachen abrollt. Aber niemals rutscht die Aufführung in den platten Klamauk. „Das Geheimnis der drei Tenöre“ ist ein Stück, das sicher oft nachgespielt wird, ein Renner des Boulevardtheaters.
BONN Stefan Keim, WDR.de, 06.12.2016

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