Fehler im System

Schlosspark Theater Berlin
FEHLER IM SYSTEM
Eine zukunftsweisende Komödie von Folke Braband

Regie: Folke Braband
Mit Jasmin Wagner*, Tommaso Cacciapuoti,
Jürgen Tarrach*, Guido Hammesfahr*
*(Verhandlungen noch nicht abgeschlossen)
(insg. 4 Mitwirkende)

01.02.2019 – 15.03.2019


INHALT

Emma setzt Oliver vor die Tür. Endlich. Doch kurz darauf ist Oliver zurück und begrüßt Emma mit seltsam monoton klingender Stimme. Es stellt sich heraus, Oliver 4.0 ist eine KI, eine künstliche Intelligenz. Er ist ein menschenähnlicher Computer, der über die Agentur Partnercook.com als Haushaltsroboter für Emma ermittelt wurde. Der virtuelle Wunderknabe erweist sich als perfekter Ersatz für den echten Oliver und nach und nach entwickelt die virtuelle Hilfe ungeahnte Fähigkeiten. Das findet auch Emmas Vater Lea, der sich gerade einer Geschlechtsumwandlung unterzieht. Rund um die beiden Olivers entwickeln sich viele chaotische Turbulenzen, hinzu kommt das Chris aus der Zentrale die beiden natürlich ständig mit fatalen Folgen verwechselt. Oliver 4.0 lernt die Liebe kennen und tut alles, um seine Emma nicht zu verlieren. Eine durchgeknallte Komödie, die zu denken gibt. 


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BIOGRAFIEN

DARSTELLER
Jürgen Tarrach © Mathias Bothor / photoselectionJürgen Tarrach besuchte von 1982-1985 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Nach Abschluss seiner Schauspielausbildung spielt er an Theatern in Münster, Bonn und Nürnberg. In Karlsruhe feierte er 1993 einen großen Erfolg mit dem Einpersonenstück „Der Herr Karl“. Jürgen Tarrach ist dem Fernsehzuschauern vor allem aus den 90er Jahre-Serien „Um die 30“ und „Musterknaben“ bekannt, für letztere erhielt er eine Nominierung für den Bundesfilmpreis als bester Hauptdarsteller. Zahlreiche Kinorollen folgten, z.B. in Helmut Dietls „Late Show“, „Der Eisbär“, „Schlaraffenland“, sowie in „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ von Klaus Krämer. Für die beiden zuletzt genannten Filme, war er als Bester Hauptdarsteller für den Deutschen Filmpreis nominiert. 2000 erhielt er dann den Deutschen Fernsehpreis, für seine Darstellung des titelgebenden Norbert im Münchener Tatort. Zwei Jahre später folgte der Adolf-Grimme-Preis, ebenso wie die Goldene Nymphe von Monte Carlo für die Rolle des Walter Sedlmayr im Fernsehfilm „Wambo“. Auch in internationalen Kinoproduktionen ist Tarrach zu sehen. Er spielte neben Daniel Craig im James-Bond-Streifen „Casino Royale“ und 2008 in „Der Vorleser“. Für seine Darstellung im Film „Mogadischo“ unter der Regie von Roland Susu Richter wurde er 2009 mit der Goldenen Kamera und dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Wagner, Jasmin ©Manfred BaumannJasmin Wagner stürmte als Blümchen in den 1990er Jahren die deutschen Single-Charts. Ihre Zeit als Popstar und Teenager-Idol fing mit „Herz an Herz“ an und endete im Jahr 2000 mit dem Song „Ich vermisse Dich“. Mit Millionen verkaufter Platten weltweit, vier Tourneen, unzähligen Veröffentlichungen im Ausland und diversen Moderationen (u. a. der Mini Playback Show und der Disney Filmparade) ist sie die erfolgreichste deutsche Sängerin der 90er Jahre. Als Jasmin Wagner ist sie nach dem ersten Hype zurückgekehrt und, wie sie selbst sagt, »erwachsen geworden«: Ende 2003 lernte sie Michel van Dyke kennen, ein Jahr später wurde ihr der Texter und Entertainer Bernd Begemann vorgestellt. Der Franzose Yann Tiersen (Filmkomponist für u. a. „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Good-Bye Lenin“) lud sie bereits als Special Guest auf seine Tour ein. Zu Beginn des Jahres 2006 erschien die Single „Männer brauchen Liebe“ sowie das Album „Die Versuchung“. Über die Jahre hinweg hat Jasmin Wagner bewiesen, wie wandlungsfähig sie ist: Inzwischen arbeitet das Multitalent als Musikerin, Schauspielerin, Synchronsprecherin und Moderatorin und ist nach wie vor eine gefragte Person im Show- und Musikbusiness. Im Sommer 2009 war Jasmin Wagner in der Rolle der „Esmeralda“ in „Der Glöckner von Notre Dame“ bei den Kreutzgang Festspielen in Feuchtwangen auf der Bühne zu sehen. 2009 / 2010 war sie als Laura in Dietmar Loefflers Liederabend „Männerbeschaffungsmaßnahmen“ an der Seite von Ulla Meinecke und Tommaso Cacciapuoti auf Tournee.

Tommaso Cacciapuoti stellte sich nach der Ausbildung im Schauspielstudio Maria Körber (1992 – 1995) mit großem Erfolg dem Publikum an Theatern wie der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin (u.a. 2004 in „Charleys Tante“) und dem Theater an der Kö in Düsseldorf vor. Er spielte an den Hamburger Kammerspielen und am Altonaer Theater u.a. in „Allein unter Spielplatzmüttern“, „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“, „Das Appartement“ und zuletzt in Dietmar Loefflers Liederabend „Männerbeschaffungsmaßnahmen“. Im Fritz Rémond Theater im Zoo in Frankfurt spielte er den Adam in Neil LaButes „Das Maß der Dinge“. Einem breiten Publikum ist Tommaso Cacciapuoti durch seine Mitwirkung in zahlreichen Fernsehserien und TV- Filmen bekannt: 1998 spielte er im Fernsehfilm „Männer sind was wunderbares“, 1999 übernahm er eine Episodenhauptrolle in „Für alle Fälle Stefanie“. Er war der Leo in „Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen“ und spielte in TV-Produktionen wie „Zeit des Schweigens“, „Weekend mit Leiche“. Es folgten Rollen unter anderem in „Unter uns“, „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und der Kinderserie „Anja und Anton“. 2004-2006 spielte er durchgehend die Hauptrolle des Polizisten Fabian Brandt in der Vorabend-Serie „Großstadtrevier“. 2009/2010 singt und spielt er an der Seite von Jasmin Wagner und Ulla Meinecke in Dietmar Loefflers Liederabend „Männerbeschaffungsmaßnahmen“, eine Produktion der Hamburger Kammerspiele. In „Fehler im System“ spielt er, wieder an ihrer Seite, den Oliver in einer Doppelrolle.

Guido Hammesfahr wurde 1968 im Westerwald geboren. Nach seiner Ausbildung an der renommierten Schauspielschule Theaterwerkstatt Mainz (1990 – 1993) zog es Guido Hammesfahr zunächst zum Theater (Engagements u.a. im Grenzlandtheater Aachen, Hessisches Theater Wiesbaden und Tribüne Berlin). Erste Fernsehauftritte folgten, bis ihm 2001 als festes Ensemble-Mitglied in Anke Engelkes Comedy-Show „Ladykracher“ der Durchbruch gelang. Regelmäßig ist Guido Hammesfahr im deutschen Fernsehen zu erleben, in „Die Kluge Bauerntochter“ oder „Mensch Markus“. Er war zu Gast in „Die kleine Cordula Stratmann-Show“, spielte in „Plötzlich berühmt“ und „Stefanie – Eine Frau startet durch“ und spielte in diversen Episoden von „Soko Köln“, „Alarm für Cobra11“, „Tatort“ und „Der Fahnder“. Für seine schauspielerische Leistung wurde er 2002 und 2003 mit dem Deutschen Comedypreis sowie 2002 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2006 erhielt er außerdem den Kurt-Sieder-Preis der Stadt Aachen für herausragende Schauspielerische Leistungen. Im selben Jahr beginnt seine Karriere als Fritz Fuchs in der Kinderserie „Löwenzahn“. 2007 erhielt er dafür den Kinder-Film- und Fernsehpreis Goldener Spatz. Im Kino war Guido Hammesfahr zuletzt 2011 im Spielfilm „Löwenzahn – Das Kinoabenteuer“ zu sehen. Regelmäßig gastierte er auch am Theater wie dem Staatstheater Mainz, dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dem Stadttheater Regensburg, dem Grenzlandtheater Aachen, der VagantenBühne Berlin, der Tribüne Berlin der Komödie Düsseldorf und dem Theater im Zentrum Wien. Mit dem Regisseur Folke Braband verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit und auch für „Fehler im System“ arbeiteten die beiden erneut erfolgreich zusammen.

AUTOR + REGIE
Folke Braband
wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995 leitete er das Studiotheater magazin im Theater am Kurfürstendamm und war daraufhin als künstlerischer Leiter an der Berliner Komödie tätig. Knapp 100 Inszenierungen in u.a. Berlin, Wien, München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Köln und Ingolstadt hat er bereits geleistet. Sein Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite von Boulevard und Operette bis gesellschaftskritischen Sozialdrama, von Kinder – und Jugendstücken bis zur Klassik. Seine Arbeiten führten ihn mit einer Vielzahl von namhaften Schauspieler-persönlichkeiten wie Jürgen Prochnow, Brigitte Mira, Dieter Hallervorden, Oliver Mommsen, Markus Majowski, Katharine Mehrling, Robert Stadlober, Wolfgang Spier, Stefan Jürgens, Valerie Niehaus, Andreas Schmidt, Tanja Wedhorn, Judy Winter, Désireé Nick, Jürgen Tarrach oder Volker Lechtenbrink zusammen. Für LADIES NIGHT erhielt er 2001 den Preis der Theatergemeinde Berlin für das beliebteste Stück der Saison. Die Inszenierungen „Barbaren“, „Die Schaukel“ und „Lost in Yonkers“ wurden für den Friedrich-Luft-Preis nominiert, „Klassen Feind 2.0“  für den Ikarus Preis. 2013 erhielt er für „Eine Sommernacht“ den Monika-Bleibtreu-Preis in der Kategorie Komödie. Neben der Tätigkeit als Regisseur ist Braband auch als Autor und Übersetzer tätig. Seine Bearbeitung von LADIES NIGHT gehört seit über 15 Jahren zu den meistgespielten Stücken im deutschsprachigen Raum. Seit 2011 folgten dann die Uraufführungen seiner Komödien „Spätlese“, „Herbstgold“, „Mittendrin“, „Rosa Wolken“, „Oliver 2.0“ und „Fehler im System“. Aktuell inszeniert er „Wie man Hasen jagt“ am Theater in der Josefstadt, wo er schon viele Stücke auf die Bühne gebracht hat.


PRESSESTIMMEN

„… den großartigen Darstellern, die aus dem Text vor allem in der ersten Hälfte des Abends erstklassig komödiantische Funken schlagen.“
„Auch Jasmin Wagners Emma überzeugt.
„Tommaso Cacciapuoti spielt diesen Oliver 4.0 mit einer so sympathischen Mischung aus Robotik und Menschlichkeit, dass man gar nicht anders kann als seinem Charme sofort zu erliegen.“
(Berliner Morgenpost, Katrin Pauly)

„Tommaso Cacciapuoti spielt diese Doppelrolle mit Charme und Schwung und kriegt den mackrig-plumpen Ex-Freund wie dessen smarteren, freundlicheren Doppelgänger überzeugend hin.“
„Alle vier spielen schön, schräg und komisch zusammen und sind höchst amüsant anzusehen.“
(Märkische Oderzeitung, Irene Bazinger)

„Ein Roboter zum Verlieben …“
„Viel Stoff zum Nachdenken – zur Freude der Zuschauer!“
(BZ, Olaf Mehlhose)

„Autor und Regisseur Folke Braband treibt ein situationskomisches Possenspiel mit den Möglichkeiten neuer Techniken …“
„Jürgen Tarrach … verleiht dem Mann, der alles daran setzt, Frau zu werden, spielerisch Würde.“
„Beim Publikum des Schlosspark Theaters, das mit beidem – Transsexualität und rasanter Technik-Entwicklung – fremdeln könnte, kommt das sehr gut an.“
„Hintersinnig und flott.“
(RBB Inforadio, Ute Büsing)

„Tommaso Cacciapuoti sehr gewandt in einer sorgsam differenzierten Doppelrolle“
„Jürgen Tarrach … der sich … unter dem Jubel des Publikums gekonnt von Pointe zu Pointe hangelt.“
„Das ganze Spiel wird auf der Bühne mit einem hilfreich simplen Bühnenbild, wandlungsfähiger Lichtregie und präzise eingespielten Videoprojektionen flink in Gang gehalten. Das Publikum bedankt sich mit einem wahren Jubelsturm für zwei komödiantisch treffsichere Stunden, die kaum merklich auch ein Quantum Nachdenklichkeit in sich tragen.“
(Artoscript, Horst Rödiger)

„Geistvolle Komödie“
„Mit der Erstaufführung dieser Komödie am Schlosspark Theater beeindruckt Regisseur Folke Brabant zum vierten Mal an diesem Haus mit seiner intelligenten Arbeit. Im gelingt ein gelungener Spagat zwischen amüsanter Abendunterhaltung und geistvollem Theaterstück, die Thematik dürfte und sollte alle menschliche Altersklassen ansprechen.“ „Eine feinfühlige Auswahl an Schauspielern, die ihren Rollen durchaus gerecht werden, lässt ein gelungenes Ganzes entstehen, das zum Nachdenken anregt, dabei aber nicht die Lachmuskeln verkümmern lässt.“ „Jürgen Tarrach beweist einmal mehr als (noch)Vater Lea, welch schauspielerische Wandlungsfähigkeit in ihm steckt, unterstrichen vom gelungenen Ergebnis des Zusammenspiels zwischen Masken- und Kostümbildner.“ „Ein kurzweiliger Theaterabend mit Geist, den man als zeitgemäße Komödie Alt und Jung nur empfehlen kann.“
(Berlin Südwest, Jacqueline Lorenz)

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