Kling, Gerit_2_c_rechtefrei

Falsche Schlange

Theater im Rathaus Essen, Tournee-Theater THESPISKARREN
FALSCHE SCHLANGE
Schauspiel von Alan Ayckbourn
Deutsch von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting

Regie: Gerit Kling

Mit: Gerit Kling, Mackie Heilmann, Astrid Rashed

3 Mitwirkende

20.10.2019 – 30.11.2019


INHALT 

Zwei Schwestern treffen nach dem Tod des Vaters aufeinander. Sie verbindet eine schwere Kindheit, sonst scheinbar nichts. Die eine ging früh von zuhause weg, um in Australien ihr Glück zu finden, was ihr aber nicht gelang. Die andere blieb daheim in der britischen Provinz und kümmerte sich um den Vater. Annabel und Miriam. Die erste eine gestandene Geschäftsfrau, die an einen gewalttätigen Ehemann geriet. Die zweite eine ewige „Dorfjungfer“, die aufgrund der Pflege ihres kranken Vaters keine intimen Beziehungen eingehen konnte. Zumindest sieht es Miriam so. Und weckt damit alte Schuldgefühle in der älteren Schwester. Als plötzlich eine vermeintliche Krankenschwester namens Alice Moody auftaucht und die Schwestern zu erpressen versucht, müssen die beiden unterschiedlichen Frauen auf einmal zusammenhalten. Doch die Abgründe um den Tod des tyrannischen Familienoberhauptes sind vielschichtiger als es auf den ersten Blick scheint, und schon bald wird klar, dass keine der drei Protagonistinnen die ganze Wahrheit sagt…
Angst und ihre Hintergründe stehen im Zentrum dieses Theaterabends. Alan Ayckbourn genießt es, in „Falsche Schlange“ die Grenzen von Drama und Schauerroman verschmelzen zu lassen: Ein verfallenes Haus mit einem heruntergekommenen Garten, ein still gelegter Brunnenschacht und ein verlassener Tennisplatz bilden das ideale Setting für einen Krimi. Die schnellen, präzisen Dialoge fesseln den Zuschauer von der ersten Minute an. Die Charaktere sind in ihrer Abgründigkeit ebenso unheimlich wie faszinierend.
Ein packendes Psycho-Drama, das in seiner Unbestimmtheit an Stücke von Harold Pinter erinnert.


Falsche Schlange 1_Asrid Rashed, Mackie Heilmann_c_Dieter Balb Falsche Schlange 2_Mackie Heilmann_c_Dieter Balb Falsche Schlange 3_Astrid Rashed, Mackie Heilmann_c_Dieter Balb


BIOGRAFIEN

Kling, Gerit_2_c_rechtefreiGerit Kling
erhielt ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach ihrem Diplomabschluss ging sie von 1986 bis 2000 ans Staatstheater Schwerin, im Anschluss für eine Spielzeit ans Stadttheater Nürnberg. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stand sie unter anderem 2009 in der Bühnenadaption von Ildikó von Kürthys Bestseller „Mondscheintarif“ in der Regie von Katja Wolff. 2013 inszenierte Wolff mit Gerit Kling den vielgelobten Soloabend „Oben Bleiben“ an den Hamburger Kammerspielen, der das Publikum auch 2015/16 noch begeisterte. 2014 spielte sie unter der Regie Holk Freytag Königin Elisabeth in Schillers Drama „Maria Stuart“ bei den Bad Hersfelder Festspielen. In Lutz Hübners Klassenzimmer-Komödie „Frau Müller muss weg“ ging sie über vier Spielzeiten mit dem EURO-STUDIO Landgraf auf Tournee. Neben ihrer Bühnenkarriere stand Gerit Kling für diverse Fernsehproduktionen vor der Kamera, z.B. für „Alarm für Cobra 11“, „Liebling Kreuzberg“, „Soko 5113“, „Nicht ohne meinen Anwalt“ „Die Affäre Semmeling“ oder „Im Namen des Gesetzes“. 2011 sah man sie in „Das Traumschiff-Spezial“ sowie ab 2012 bis heute in „Notruf Hafenkante“. Aber auch in Kinofilmen wirkte sie bereits mit, u.a. in „Barfuss“ (Regie: Til Schweiger, 2005), „Gnadenlos“ (Regie: Birgit Wolf, 2011) oder „Kaiserschmarrn“ (Regie: Daniel Kraus, 2012).

Heilmann, Mackie (c) Monika ReinhardtMackie Heilmann
wurde in Heidelberg geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Berliner Schauspielschule Charlottenburg, Berlin. Schon während des Studiums spielte im Café Theater Schalotte, sang Chanson-Abende im Theater Coupé und arbeitete mit Doris Dörrie an der Staatsoper Unter den Linden zusammen. Anschließend folgten Engagements in Frankfurt, Berlin, Darmstadt, Braunschweig, Hannover sowie Tourneen durch Deutschland und Österreich. Ihr komisches Talent bewies sie ab 2005 als eine der drei Hauptrollen in der SAT1-Comedyserie „Weibsbilder“. Das Publikum nahm das Format um drei starke Frauen begeistert an. Mit Ingolf Lück, Mike Krüger und Michael Kessler spielte sie in „Deutschland ist schön“, die Serie wurde 2008 für den Grimme-Preis nominiert. Mit „Elsebö“, eroberte sie sich die Herzen der kleinen Zuschauer und taucht seit 2012 immer wieder als Cousine in der ZDF-Serie „Siebenstein“, ihrem auf. Im Kino war sie 2014 mit „Schmitdts Katze“ sowie 2011 in „Der Schatten“ zu sehen. Zu ihrem Theater-Repertoire zählen Produktionen wie „Das perfekte Desaster“, „Die Studentin und Monsieur Henri“, „Die Möwe“ oder „Fettes Schwein“ bei dem sie unter der Regie von Folke Braband am Alten Schauspielhaus der Schauspielbühnen Stuttgart gastierte.

Astrid Rashed
wurde in Freiburg geboren und wuchs in Konstanz auf. Sie absolvierte ihr Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg und erhielt im Anschluss daran erste Engagements am Theater im Zimmer in Hamburg. Es folgten Festengagements an der Württembergischen Landesbühne Esslingen sowie am Staatstheater Darmstadt. Seit 2000 ist Astrid Rashed als freischaffende Schauspielerin tätig. Regelmäßig führen Gastengagements sie ans Theater Dortmund, wo sie u.a. schon als Käthchen in Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ und als Lady Milford in Schillers „Kabale und Liebe“ zu sehen war. Auch im Berliner Theater unterm Dach ist sie regelmäßig zu Gast. Außerdem stand sie bereits am Theater am Kurfürstendamm in Berlin und der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg auf der Bühne. Daneben spielte sie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. in den Kinofilmen „Treu“ (Regie Andreas Nickl, 2005) und „Weltverbesserungsmaßnahmen“ (Regie Jörn Hintzer, Jakob Hüfner, 2006) sowie in Episoden von „Tatort“ und „Großstadtrevier“. 2019 ist sie in „Der Rebell“ (Regie Randa Chahoud) wieder auf der Kinoleinwand zu sehen. 


PRESSESTIMMEN

Sensationell gelungen!
Kaum zu glauben, dass es sich um den Regie-Einstand der bekannten TV-Schauspielerin Gerit Kling handelte. (…) Souveräne Geschmeidigkeit zeichnet ihre künstlerische Handschrift, ein feines Gespür für die Balance der doppelten Ebenen im raffiniert (…) geschriebenen Erfolgsstück des populären und mit vielen Auszeichnungen bedachten Dramatikers begeistert bis zur Atemlosigkeit.
ROTHENBURG (bhi), Fränkischer Anzeiger, 29.07.2017

„Falsche Schlange“ unter Regie von Gerit Kling war ein Hochgenuss.
ROTHENBURG Dieter Balb, Fränkische Nachrichten, 29.07.2017

Energie und Kraft entwickelt die Inszenierung besonders durch die messerscharfe Interpretation der Frauen-Figuren. (…) Gerit Kling beweist mit ihrem Regie-Debüt, dass sie es auch versteht, vor der Bühne die Fäden zu ziehen.
ROTHENBURG Elke Walter, Windesheimer Zeitung, 28.07.2017

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