Rent a Friend (c) DERDEHMEL-Urbschat

Rent a Friend

Schlosspark Theater Berlin / Die Komödie Frankfurt
Rent a Friend
Komödie von Folke Braband

Mit Torsten Münchow, Caroline Beil* / Saskia Valencia*,  Bürger Lars Dietrich / Pascal Simon Grote*, Carolin Freund* u. a.
*Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.
4 Mitwirkende

Regie: Folke Braband 

ca. 15. November – 15. Dezember 2023
ca. 8. – 30. März 2024 


INHALT

Eigentlich war er als Spaßvogel für einen Kindergeburtstag gebucht. Aber durch eine Verwechslung bei der Agentur „Rent-a-friend“ findet sich Gabriel plötzlich in einer völlig anderen Situation wieder: Die ebenso attraktive wie knallharte Geschäftsfrau Sarah will ihrem vom Erfolg besessenen Vater heute Abend seinen zukünftigen Schwiegersohn vorstellen und hat sich dafür eigentlich einen richtigen George Clooney bei der Agentur geordert. Doch der ist nun beim Kindergeburtstag, weshalb sie mit Gabriel Vorlieb nehmen muss. Schnell wird er dem gehobenen Milieu entsprechend eingekleidet und grob über die Details seiner angeblichen Beziehung zu Sarah unterrichtet. Gabriel soll einen erfolgreichen Schönheitschirurgen im mittleren Alter mimen, der Tennis spielt und Marathon läuft. Noch bevor er so richtig versteht, was hier eigentlich gespielt wird, wird sein Improvisationstalent ordentlich auf die Probe gestellt – sehr zur Freude des Publikums. Als Papa Karl mit Juanita, seiner Ehefrau Nummer vier, die Bühne betritt und die Lügenblase in jedem Moment zu platzen droht, offenbart sich immer mehr, dass hier alle Anwesenden nur eine Rolle spielen…

Scott Rosenbaum gründete 2009 in den USA das Online-Portal „Rent-a-friend“, das rein platonische Freundschaftsdienste von und für Menschen aller Altersgruppen offeriert. Er reagierte damit auf einen aktuellen Trend aus China: Junge Chinesinnen mieten sich für Familienfeste immer öfter einen Freund – um dem familiären wie gesellschaftlichen Druck zu entgehen.

Folke Brabands turbulente Beziehungskomödie hinterfragt kritisch ein Geschäftsmodell, das auf vorgetäuschten sozialen Bindungen basiert. Dabei verliert der Autor bei aller Tiefgründigkeit nie den Humor aus den Augen und macht den Zuschauer auf köstliche Weise zum Mitwisser um Schein und Sein.


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PRESSESTIMMEN

Turbulent und witzig wird der Frage nachgegangen, warum wir uns lieber mit Heldengeschichten schmücken, statt unsere Niederlagen, Fehler und kleinen Schwächen einzugestehen.
BERLIN Karla Rabe, Berliner Woche, 10.01.2022

Die Komödie von Folke Braband trägt (…) einen gesellschaftlichen Wert und kritischen Unterton. Doch das soll nicht heißen, dass der Abend mit „Rent A Friend“ einen Zeigefinger erhebt. Nein, das Wirrwarr zwischenmenschlicher Beziehungen und die Prägung durch die Sozialen Medien sind hier lockerleicht, aber mit Einsicht und Einfühlungsvermögen sowie für manche eventuell einer Begegnung des (Er-)Kennens verbunden.
BERLIN Rosalie Rittmann, kulturaspekte.de 19.01.2022

Klassischer Boulevardstoff (…) von Braband schnörkellos auf die Nobelinterieur-Bühne von Tom Presting gebracht und mit zeitlos gültiger Message versehen: Mehr Sein als Schein wagen! Der Abend funktioniert. (…) Nicht zuletzt auf Schauspieler:innen-Seite. Das Quartett Lause, Beil, Dietrich und Münchow hat einen guten Flow und das passende Timing. (…) Begeisterter Applaus.
BERLIN Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 9.01.2022


BIOGRAFIEN

Torsten Münchow Karl, Sarahs Vater
Torsten Münchow, in West-Berlin geboren, ist Schau- und Stimmspieler sowie Regisseur und „Kultur-Brückenbauer“ zwischen Polen und Deutschland. Neben seiner Bühnentätigkeit in München, Hamburg, Berlin, Wien und Danzig steht Münchow auch für Film und Fernsehen vor der Kamera, wie für die Kinofilme „Keep On Running“, „Superbrain“ (mit Oliver Reed), „Die Liebe Deines Lebens“ (2018) und für Fernsehserien wie „Tatort“, „Soko“, „Der Alte“, „Derrick“, „Ein Schloss am Wörthersee“, „Lindenstrasse“, „WaPo Berlin“, „Anna Maria, eine Frau geht ihren Weg“ u.v.a. 2012 verkörperte er im bekannten TV-Zweiteiler „Die Reichsgründung“ & „Die nervöse Großmacht“ die Titelrolle des Fürsten Otto von Bismarck unter der Regie von Bernd Fischerauer. Er spielte im Dokumentarspielfilm „Die Frauen der Wikinger“ („Viking Women“), der 2015 mit der Worldmedal/Silber des New York Filmfestivals ausgezeichnet wurde, an der Seite von Esther Schweins. 2014 stand er für den US-Kinofilm „Father Rupert Mayer“ (mit Stacy Keach) und den Spielfilm „Wir, die Geiseln der SS“ vor der Kamera. Seit 2020 gehört er mit der Rolle des Helmut Husmann zum Hauptcast der Kultserie „Großstadtrevier“. Auf der Bühne spielte er in über 90 Produktionen, u. a. den Ernest Hemingway in „Tod eines Jägers“ (Rolf Hochhuth), Norman (Dave) in „Ladies Night“ („The Full Monty“ von Anthony McCarten), Sir Toby in „Was ihr wollt“, John Proctor in „Hexenjagd“ (Arthur Miller), Lennie in „Von Mäusen und Menschen“ (John Steinbeck), Jedermann in „Jedermann“/„Jedermann The King” (Hugo von Hofmannsthal) und viele andere. 2021 wurde er von der Generalkonsulin Cornelia Pieper in Danzig, Polen, zum Kurator der „Deutschen Woche“ ernannt. Als Synchronsprecher leiht Torsten Münchow u. a. Brendan Fraser, Ice-T, Michael Madson und Antonio Banderas seine unverwechselbare dunkle und rauchige Stimme und er führte in mehr als 80 Spielfilmen und Serien Synchronregie und inszenierte 15 Hörspiele und Hörbücher.

Caroline Beil* Juanita
Caroline Beil zog es schon früh auf die Bühne. Bereits mit fünf Jahren stand die Tochter von Sänger und Trompeter Peter Beil auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele und des Ernst Deutsch Theaters im Ballettmusical „Das Ölmännchen“. Mit 14 Jahren wurde sie vom Thalia Theater, Hamburg, für eine Rolle im Geisterchor in Goethes „Faust“ engagiert. Nach der Schule folgte eine Schauspiel- und Gesangsausbildung, unter anderem auch in Los Angeles, beim renommierten Lee Strasberg Theatre Institute, in der Zeit wurde Beil auch Mitglied des Screen Actors Guild (SAG). Nach einem siebenjährigen Auslandsaufenthalt und einer Tätigkeit als internationales Fotomodell u. a. in Brasilien, Japan und Italien studierte die Schauspielerin von 1992 bis 1995 Soziologie an der Universität Hamburg und machte ihren Abschluss als Diplom-Sozialwirtin. Zeitgleich moderierte sie für RTL das Kinomagazin „Film Up“ und für Hamburg 1 das Kinomagazin „Movie 1“. Seitdem arbeitet Caroline Beil als Schauspielerin, Moderatorin, Sprecherin, Autorin und Sängerin und ist gern gesehener Gast in vielen TV-Shows. Dem großen Publikum wurde sie als Moderatorin des Boulevardmagazins „Blitz“ beim Privatsender Sat.1 bekannt (1999-2004). Schon zuvor war sie 1998 in 24 Folgen der ARD-Serie „Ein ehrenwertes Haus“ in einer Hauptrolle zu sehen. 2007-2008 spielte sie eine Hauptrolle in der ARD-Serie „Sturm der Liebe“, 2011-2012 eine Rolle im Hauptcast der ZDF-Serie „Herzflimmern“. 2020 nahm sie mit Life-Gesang erfolgreich als Roboter an der zweiten Staffel von „The Masked Singer“ auf Pro 7 teil. Außerdem veröffentlichte sie das Duett-Album „Beziehungsweise“ mit Oliver Lukas, an dem sie als Sängerin und Texterin beteiligt war. 2021 veröffentlichte Caroline Beil zusammen mit dem Soulsänger Stefan Gwildis das Duett: „Ohne Dich“. Auch auf deutschsprachigen Theaterbühnen war und ist Caroline Beil immer wieder zu sehen. Von „Faust“ (Bad Hersfelder Festspiele) bis zu Stücken von Rolf Hochhuth wie „Die Inselkomödie“, „Sommer 14“, (Theater am Schiffbauerdamm), hat sie schon die verschiedensten Rollen in unterschiedlichen Rollenfächern verkörpert. 2015 und 2016 spielte sie eine Hauptrolle im Musical „Hammerfrauen“ im Berliner Kabarett-Theater Die Wühlmäuse. Mit dieser Produktion war sie in der Spielzeit 2018/19 für das Tournee-Theater Thespiskarren auf Gastspielreise durch Deutschland und die Schweiz.

Bürger Lars Dietrich* Gabriel
Geboren 1973 in Potsdam, gründete Lars Dietrich 1985 mit Freunden seine erste Hip-Hop-Gruppe „CRAZY FEIF“ und hatte erste Breakdance-Auftritte bei Jugendveranstaltungen. Er begann ein Ballettstudium an der renommierten Palucca Hochschule für Tanz in Dresden und beendete seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Berlin. 1994 erschien sein erstes Album „Was hat man denn vom Leben“, das den Grundstein seiner Musik-Karriere legte. Auch als Schauspieler und Comedian hat er sich einen Namen gemacht. Von 2001 bis 2002 war er festes Ensemble-Mitglied der „Sat.1-Wochenshow“. Es folgten Rollen bei u. a. „Schloss Einstein“ (2007/2008), „Die ProSieben Märchenstunde“ (2009), „Es kommt noch dicker“ (2012) und „Soko Stuttgart“ (2016). Mit der Improvisations-Show „Frei Schnauze XXL“ wurde er gemeinsam mit dem Ensemble mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet (2007). 2019 gehörte er zum Cast des Kinofilms „Alfons Zitterbacke“. Seit einigen Jahren hat Bürger Lars Dietrich auch das Theater für sich entdeckt: Seit 2011 spielte er in der Comödie Dresden „Machos auf Eis“ und „(K)Ein guter Tausch“. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung Deutschlands brachte Bürger Lars Dietrich 2009 sein erstes eigenes Stück „Dietrichs Demokratische Republik“ auf die Bühne. In Anlehnung an seine Biografie „Schlecht Englisch kann ich gut“ nahm er die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die DDR der 80er-Jahre. 2018 spielte er an der Komödie Braunschweig in „Der Gangster und die Nervensäge“ sowie 2019 im Stück „Zuhause bin ich Darling“ am Theater am Kurfürstendamm in Berlin und 2020 in „Monsieur Pierre geht online“ am Winterhuder Fährhaus in Hamburg. Als TV-Moderator ist Bürger Lars Dietrich seit 2009 Teil des KIKA-Formats „Dein Song“. 2016 folgte seine eigene Rubrik „Bürgertrend“ in der MDR-Sendung „Damals war’s“. 2019 startete der KIKA eine neue Sketch-Comedy-Sendung namens „Leider laut“ mit Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer, für die sie den renommierten Grimme-Preis erhielten. Seine Stimme kennt man ebenso aus Hörbüchern und Animationsfilmen, für die er regelmäßig als Sprecher gebucht wird.

Folke Braband Autor & Regie
wurde in Berlin geboren und studierte dort Theater- und Literaturwissenschaften. Von 1991 bis 1995 leitete er das Studiotheater magazin im Theater am Kurfürstendamm und war daraufhin als künstlerischer Leiter an der Berliner Komödie tätig. Inzwischen kann er auf rund 100 Inszenierungen in u.a. Berlin, Wien, München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Köln und Ingolstadt zurückschauen. Sein Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite von Boulevard und Operette bis gesellschaftskritischem Sozialdrama, von Kinder- und Jugendstücken bis zur Klassik. Seine Arbeiten führten ihn mit einer Vielzahl von namhaften Schauspieler-Persönlichkeiten wie Jürgen Prochnow, Brigitte Mira, Dieter Hallervorden, Oliver Mommsen, Markus Majowski, Katharine Mehrling, Robert Stadlober, Wolfgang Spier, Stefan Jürgens, Valerie Niehaus, Andreas Schmidt, Tanja Wedhorn, Judy Winter, Désireé Nick, Jürgen Tarrach oder Volker Lechtenbrink zusammen. Für „Ladies Night“ erhielt er 2001 den Preis der Theatergemeinde Berlin für das beliebteste Stück der Saison. Die Inszenierungen „Barbaren“, „Die Schaukel“ und „Lost in Yonkers“ wurden für den Friedrich-Luft-Preis nominiert, „Klassen Feind 2.0“  für den Ikarus Preis. 2013 erhielt er für „Eine Sommernacht“ den Monika-Bleibtreu-Preis in der Kategorie Komödie. Neben der Tätigkeit als Regisseur ist Braband auch als Autor und Übersetzer tätig. Seine Bearbeitung von „Ladies Night“ gehört seit über 15 Jahren zu den meistgespielten Stücken im deutschsprachigen Raum.