Ensemblefoto "Dinner für Spinner" (c) Nicole Brühl

Dinner für Spinner

Theater am Dom, Köln
DINNER FÜR SPINNER
Komödie von Francis Veber
Regie: René Heinersdorff

Mit Tom Gerhardt , Moritz Lindbergh,
Tina Seydel, Steffen Laube, Stefan Preiss
(5 Mitwirkende)

15.09.2017 – 30.10.2017


INHALT

Wenn ein Mann an einem Abend das komplette Leben samt Haushalt eines anderen gründlich auf den Kopf stellen kann, dann er: Der redselige Tollpatsch Matthias Bommes. Der Einladung des Verlegers Peter Küsenberg folgend platzt er eines Dienstagabends unbehelligt in dessen Wohnung, um ihn zum Dinner zu begleiten. Was Bommes jedoch nicht ahnt ist, dass Küsenberg und dessen Freunde einem zwielichtigen Hobby nachgehen. Regelmäßig veranstalten sie sogenannte ‚Dinner für Spinner’, zu denen jeweils ein anderer von ihnen einen möglichst absonderlichen Gast mitbringen darf. Das einzige Ziel der makabren Veranstaltung ist es, den ,Freak‘ der Runde vorzuführen und sich den ganzen Abend lang auf dessen Kosten zu amüsieren. Natürlich ahnt der Auserwählte dabei nichts von seinem ,Glück‘. Und für heute Abend wurde Matthias Bommes eingeladen. Küsenberg ist sich sicher, den großartigsten ,Fang‘ aller Zeiten gemacht zu haben. Sein ,Spinner‘ ist ein einfacher Angestellter beim Finanzamt und leidenschaftlicher Streichholz- Modell-Hobbybastler. Ein absoluter Weltklasse-Obertrottel, der sich stundenlang über das heikle Problem der Tragfähigkeit bei einer Rekonstruktion der Golden Gate Bridge aus 346.422 Zündhölzern auslassen kann. Küsenberg ist voller zynischer Vorfreude – da ereilt ihn plötzlich ein Hexenschuss. Der Arzt rät ihm, sein Dinner abzusagen, doch sein Gast ist bereits unterwegs. Als Bommes kurz darauf auf der Matte steht, ist der Hausherr ihm hilflos ausgeliefert. Der Beamte bringt durch eine Reihe von Tollpatschigkeiten das Leben des Verlegers innerhalb weniger Stunden völlig durcheinander. So vertreibt er nicht nur Küsenbergs Ehefrau, sondern bevölkert dessen Wohnung auch noch mit ungebetenen Gästen, informiert einen befreundeten Finanzprüfer, der die unversteuerten Vermögenswerte des Verlegers sofort wittert – und das alles mit den besten Absichten, seinem neuen Freund zu helfen. Zwischendurch müssen Ehefrauen wieder eingefangen und Geliebte verscheucht werden – und auch das bringt der vermeintliche Wohltäter zuweilen ein wenig durcheinander. Am Ende des Stückes erweist er sich jedoch durch eine große Tat als unverzichtbar und gerät nicht nur deshalb ins Grübeln, als er den wahren Grund seiner Dinner-Einladung zu ahnen glaubt. Zum Schluss dieser turbulenten Screwball-Komödie stellt sich die Frage, wer von all den brillant gezeichneten Charakteren im Stück der eigentliche Spinner ist.


BIOGRAFIEN

REGIE
René Heinersdorff leitet das von ihm gegründete Theater an der Kö Düsseldorf, ist Mitinhaber des Theater am Dom Köln und wird ab der nächsten Spielzeit das Theater im Rathaus Essen leiten. Nach dem Studium der Philosophie und Germanistik absolvierte er bei Harald Leipnitz eine Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur. Er spielte und inszenierte mittlerweile über 100 Produktionen an den Komödienhäusern in Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Bonn, Essen, Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt und
an einigen Stadttheatern. Er schrieb, spielte und inszenierte zuletzt sein eigenes Stück „Aufguss“ mit Hugo Egon Balder, Jeanette Biedermann u. a. Der Autor und Theatermacher schrieb bereits 13 Stücke, die bundesweit gespielt werden und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sind.

DARSTELLER
Gerhardt Tom © Steffi HennTom Gerhardt
stürmte Als Mopedrocker „Tommie“ in den 90ern die Bühnen Deutschlands und lieferte mehrere wilde Solo-Comedy-Shows, in denen er auch den Rest der Familie Krause in verschiedenen Rollen zum Besten gab und sein Publikum von einer Lachsalve zur nächsten jagte. Bernd Eichingers Constantin-Film wurde auf Toms anarchisches Treiben aufmerksam. Mit Produzent Herman Weigel wurden mehrere Kinofilme – darunter „Voll normaaal“, „Ballermann 6“ oder „Siegfried“ – entwickelt, die alle zu Erfolgen wurden. Nach Bühne und Kino kam die Fernseh-Sitcom: In „Hausmeister Krause“ wurden die Figuren, die Tom für die Bühne erfunden und selbst gespielt hatte (abgesehen vom Hausmeister) von anderen Schauspielern übernommen, deren Namen inzwischen eng mit der Serie verbunden sind: u. a. Axel Stein, Janine Kunze, Irene Schwarz, Detlev Redinger und Jürgen Tonkel. Die Sitcom hatte großen Erfolg. Sie konnte sich zehn Jahre am Stück bei SAT. 1 behaupten und darf als bislang beliebteste deutsche Sitcom gelten.
Mit großer Freude hat sich Tom Gerhardt im vergangenen Jahr an die alte Einladung von René Heinersdorff erinnert, Theater zu spielen. Damit erfüllte sich für den Schauspieler ein alter Wunsch. Tom Gerhardt über seine Figur: „Die Rolle der Nervensäge Matthias Bommes ist ein Geschenk“…

Moritz Lindbergh wurde an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, der Filmakademie in Ludwigsburg sowie bei M.K. Lewis in Los Angeles ausgebildet und begann seine Karriere zunächst am Theater. Er spielte an verschiedenen deutschen Bühnen, u. a. in Mannheim, Karlsruhe, Stuttgart, München, Frankfurt und Berlin. Dem Fernsehpublikum ist er aus diversen TV-Serien bekannt. Er kämpfte 163 Folgen lang für das „Alphateam“ in der gleichnamigen SAT.1-Produktion, schritt als „Dr. Pacek“ und später in „Broti und Pacek“ zur wöchentlichen Visite, verkörperte die exaltierte Diva Ulla in der RTL-Sitcom „Trautes Heim“, spielte über drei Jahre lang den Gesundheitsdezernenten Steffen Frahm in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ und war ab 2005 der Staatsanwalt Georg Lenz im SAT.1- Quotenhit „Der Bulle von Tölz“. Er spielte so unterschiedliche Rollen wie den Rechtsanwalt Johannes Bulitta in „Heiter bis tödlich – Henker und Richter“ (ARD) oder den überforderten allein erziehenden Vater in „Ein Haus voller Töchter“ (Das Vierte). „Dinner für Spinner“ ist nach der TV Theaterkomödie „Ewig rauschen die Gelder“ Moritz Lindberghs zweite Zusammenarbeit mit Regisseur René Heinersdorff.

Seydel Tina © Steffi HennTina Seydel studierte nach ihrem Abitur für einige Semester Klarinette und Klavier, bevor sie von 1999-2002 ihre Schauspielausbildung in Köln absolvierte. Anschließend arbeitete sie unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theater Oberhausen, am Theater Aachen, am Landestheater Detmold, am Theater an der Kö Düsseldorf, am Theater im Bauturm, am Theater der Keller sowie dem Theater am Dom in Köln. Darüber hinaus steht sie seit 2001 für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, zum Beispiel im Hauptcast für die Comedy-Serien „Spoons“ und „Krügers Woche“, für „Tatort“, „Pastewka“, „Danni Lowinski“, „Marie Brand“ oder „Wilsberg“. Seit 2010 arbeitet sie außerdem als Schauspielcoach und Dozentin für Szenisches Spiel an der First Take Schauspielakademie.

Steffen Laube begann am Staatstheater Karlsruhe mit dem Schauspiel, wo er seit seinem zwölften Lebensjahr große Kinder- und Jugendrollen übernahm. Es folgte ein Schauspielstudium an der Badischen Schauspielschule und erste Engagements an Bühnen in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg. Wichtige Stationen waren das Staatstheater Kassel und das Schauspiel Bonn, wo er von Romeo über Faust, Hamlet, Leonce und Ferdinand von Walter, bis hin zum Pilatus in „Jesus Christ Superstar“ alle möglichen männlichen Hauptrollen interpretierte. Heute ist er als freischaffender Schauspieler und Regisseur unterwegs sowie Dozent für Acting an den Universitäten Tel Aviv und Haifa. Mit über 50 TV-Produktionen wie „Tatort“ „Wilsberg“ oder „Lindenstraße“ ist er außerdem in so manches heimische Wohnzimmer vorgedrungen.

Stefan Preiss hat laut eigener Aussage einst Gefallen am Theater gefunden, weil sich die Mädchen dadurch mehr für ihn interessiert haben. Auf die Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart folgten Engagements in Lübeck, Essen, Neuss, Oberhausen, Hamburg, Bielefeld, Erlangen und Weimar. Besonderen Wert hatten für ihn die elf Jahre am Schlosstheater in Moers und zehn Jahre am Theater Bonn. Immer wieder hat er auch als Regisseur gearbeitet. Im Fernsehen war er in Produktionen wie „Tatort“, „Notruf Hafenkante“, „Heldt“, „Pastewka“, „Kommissar Stolberg“ oder in „Die Camper“, zu sehen, wobei er u. a. René Heinersdorff kennenlernte.

PRESSESTIMMEN

Von der großen Ablage vor dem Spiegel starrt uns eine Nerdbrille an. Tom Gerhardt ist völlig begeistert. Die Kleidung passt genau zu dem Typ Mensch, den er gleich verkörpert: »Genau so einen hatte früher jeder in der Klasse. Bei den Partys hat der die Würstchen gegrillt, während die anderen geknutscht haben«, lacht er.
KÖLN Susanne Rothe, RHEINexklusiv. Das Livestyle-Magazin 15.3.2016.

Gerhardts Können überrascht durch seine Rollen in „Voll Normaal“ oder „Hausmeister Krause“ natürlich wenig, aber eine Theaterrolle, insbesondere im Contra Kreis Theater, zu spielen, ist immer noch etwas Anderes, als in einer Fernsehserie aufzutreten. Tina Seydel spielt ihre Doppelrollen genial. Die kühle Frau von Peter ist das symbolische Gegenstück zu seiner Geliebten, die von Tina Seydel als temperamentvolles Energiebündel gespielt wird. Stefan Preiss macht den Eindruck, als sei er im echten Leben wirklich ein akkurater Schnüffler, der Steuerhinterziehern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Überhaupt spielt das Ensemble perfekt zusammen, denn trotz der konträren Charaktere scheinen alle Schauspieler miteinander zu harmonieren. Es gibt keinen, der nicht in diese Theatertruppe reinpasst.
BONN Barbara Franke, Bonner Rundschau, 20.01.2016.

Zusätzliche Turbulenzen entstehen in Küsenbergs Wohnung, als noch seine heimliche Geliebte, eine schrille Hippiebraut (ebenfalls Tina Seydel), einer seiner hochnäsigen Freunde (Steffen Laube) sowie ein gefürchteter Finanzamtskollege (Stefan Preiss) von Bommes mitmischen.
BONN Hagen Haas, General Anzeiger, 18.01.2016.

Top-Schauspieler aus dem TV stehen neben Tom Gerhardt („Hausmeister
Krause“) auf der Bühne: Tina Seydel („Danni Lowinski“) Moritz Lindbergh („Heiter bis tödlich“), Steffen Laube („Tatort“) und Stefan Preiss („Kommissar Stolberg“). Sie alle garantieren (…) eine explodierende Komödie, bei der einem das Lachen fast im Halse steckenbleibt. Ein intelligenter Genuss – ein Dinner zum Genießen.
KÖLN Michael Bischoff, www.bild.de, 29.10.2015.

Die Komödie von Francis Veber war eine der erfolgreichsten Produktionen der vergangenen Saison. In der Hauptrolle glänzte Tom Gerhardt, der sich nun auf seinen erneuten Einsatz (…) freut.
DÜSSELDORF Regina Goldlücke, rp-online.de, 29.8.2015.

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