Drei Männer und ein Baby © Shutterstock - Ramona Heim

Drei Männer und ein Baby

Tournee-Theater Thespiskarren
DREI MÄNNER UND EIN BABY
(Trois hommes et un couffin)

Komödie nach dem Kino-Hit von Coline Serreau
Deutsch von Annie d’Armor und Rémy Savisky
Eine Adaption von Samuel Tasinaje

Mit Mathias Herrmann*, Heio von Stetten* u. a.
(*Die Vertragsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.)

8 Mitwirkende

05.11.2020 – 05.12.2020
20.04.2021 – 10.05.2021

1986 wurde der Film mit drei Césars, darunter auch in der Kategorie „Bester Film“, ausgezeichnet und als bester fremdsprachiger Filmbeitrag sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.


INHALT

Jacques, Michel und Pierre haben alles, was Mann braucht, um ein sorgloses Single-Dasein zu führen: Finanzielle Unabhängigkeit, ein schickes Pariser Appartement, Damen im Überfluss und eine stabile Männer-Freundschaft. Jedenfalls bis zu dem Moment, an dem plötzlich ein Körbchen mit einem – für die Junggesellen – unzumutbaren Inhalt vor der Tür steht …
Marie heißt der kleine Wonneproppen, der das Leben der drei Draufgänger ganz gehörig auf den Kopf und ihre Freundschaft auf einige harte Proben stellt. Denn Silvia, die Mutter des Säuglings und eine von Jacques‘ unzähligen Liebschaften, ist in den Vereinigten Staaten, nicht erreichbar und Jacques, der ahnungslose Vater, selbst gerade auf Geschäftsreise in Asien, als das ‚Paket‘ in der WG ankommt. Nach dem ersten Schock bemühen sich Michel und Pierre nach Leibeskräften darum, den Nachwuchs des Freundes übergangsweise zu versorgen und kämpfen dabei gegen bisher unbekannte Windmühlen aus Fläschchen-, Windel- und Wäschebergen. Als Jacques schließlich wiederkehrt, staunt er nicht schlecht über seine völlig übermüdeten Gefährten, die der neuen Hausdame längst einen festen Platz in ihren Herzen eingeräumt haben. Die anfängliche Ablehnung des überrumpelten Vaters, der absolut keine Lust hat, sein bisheriges Leben zu ändern, weicht schnell einer tiefen Zuneigung für die kleine Mitbewohnerin. Und so hat Marie schon bald drei echte Vollblut-Papas, die ihr sogar dreistimmige Einschlaflieder vorsingen.
Doch da ist noch ein anderes ominöses Päckchen, hinter dem sowohl ein paar Ganoven als auch die Polizei her sind und dessen Inhalt dringend an einem sicheren Ort versteckt werden muss. So wird Marie unwissend zur kleinsten Schmugglerin der Geschichte. Und als ob das alles nicht schon genug Chaos wäre, taucht plötzlich Maries Mutter wieder auf, um ihre Tochter abzuholen – und auf einmal ist nichts mehr, wie es einmal war.
Eine wunderbare Komödie über Männer- und Frauenbilder, die Herausforderungen des Elternseins und das, was im Leben wirklich zählt. 


Drei Männer und ein Baby © Shutterstock - Ramona Heim


BIOGRAFIEN

Mathias Herrmann (c) Mathias BothorMathias Herrmann 
Der Sohn einer Buchhändlerfamilie aus Hessen absolvierte nach dem Abitur eine Schauspielausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München. Bereits während des Studiums stand er auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. Theaterengagements in Freiburg, Dortmund, Bremen, Bonn, Mannheim, Basel, Düsseldorf, Berlin und Köln folgten.
Sein Filmdebüt gab er 1987 in Ralf Huettners Überraschungserfolg „Das Mädchen mit den Feuerzeugen“. 1995 zog Mathias Herrmann internationale Aufmerksamkeit mit einer Hauptrolle in „De Partizanen“ auf sich, einem holländischen Weltkriegsdrama, das zahlreiche Auszeichnungen erhielt und für einen Emmy nominiert war. Sein Durchbruch im deutschen Fernsehen gelang ihm mit der Rolle des Rechtsanwalts Dr. Johannes Voss in der ZDF-Krimiserie „Ein Fall für zwei“. Es folgten zahlreiche Hauptrollen in erfolgreichen und preisgekrönten deutschen Fernsehfilmen, u. a. in der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Produktion „Das Phantom“. Als charismatischer Oberstaatsanwalt war Mathias Herrmann im Jahr 2015 zwei Staffeln lang Gegenspieler der Protagonisten in der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“. OSCAR-Preisträger Florian Gallenberger holte Herrmann auf die große Leinwand in „John Rabe“, der mit vier Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet wurde (u. a. als Bester Film). Diese Zusammenarbeit setzte sich 2018 fort in „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“.
In dem Erfolgsstück „Unsere Frauen“ von Éric Assous stand Mathias Herrmann zuletzt über 200 Mal auf deutschen Bühnen und konnte Kritik und Publikum begeistern. Mathias Herrmann ist außerdem ein gefragter Sprecher für Hörbücher und Lesungen. Seine Hör-CD „Die schönsten Balladen“, ein Herzensprojekt, ist 2018 erschienen.

Heio von Stetten (c) Gregor HohenbergHeio von Stetten 
Der prominente Künstler und Absolvent der renommierten Otto Falckenberg Schule in München spielte in den ersten sieben Jahren seiner Schauspielkarriere fast ausschließlich Theater. Er hatte das große Glück, von 1989 bis 1993 unter der legendären Intendanz von Ruth Drexel/Hans Brenner zum Ensemble des Münchner Volkstheaters zu gehören. Danach war er über zehn Jahre lang (von 1989 bis 1995) an dem alternativen Münchner Theater Schauburg in unterschiedlichsten Rollen zu sehen, u. a. in „Andorra“, „Yvonne, die Burgunderprinzessin“, „Traumspiele“ nach Strindberg, „Das Kabinett des Dr. Caligari“ und „Polenweiher“. Als Gast am Bregenzer Landestheater Vorarlberg stand er 2016 – wie schon sieben Jahre zuvor bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen – in der tragenden Sprechrolle des Bassa Selim in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ auf der Bühne. Seine Medienkarriere startete er 1995 mit der Rolle des Ritschi Koslowski in dem mit dem Bayerischen Filmpreis als Beste Komödie ausgezeichneten Liebesfilm „Der schönste Tag im Leben“. 1995 ging er zudem für fast ein Jahr nach Rom und stand für zwölf Episoden der mehrfach prämierten italienisch-deutsch-französischen Koproduktion „Einer von uns“ vor der Kamera. Seit Mitte der 1990er Jahre dreht er Kinofilme, u. a. „Honigmond“ mit Veronica Ferres (Buch und Regie: Gabriel Barylli). Barylli besetzte ihn außerdem in seinen Filmen „Wer liebt, dem wachsen Flügel“ und „Verliebt in eine Unbekannte“. Mit Katja Riemann drehte Heio von Stetten „Bandits“ und „Else – Geschichte einer leidenschaftlichen Frau“. Weitere bekannte Filme: „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit“, „Sams im Glück“ und „Fünf Freunde 2“. In Mittelpunktsrollen war der vielgefragte Schauspieler in über 80 Fernsehspielen zu sehen, z. B. in „Verführung für Anfänger/Casanova“, „Das Glück kommt unverhofft“, „Dann kam Lucy“, „Der Kurier des Zaren“ mit Esther Schweins oder „Der Kaktus“ mit Peter Simonischek. 1997 spielte er als Partner von Tobias Moretti (als Organist Joseph Mohr) den Dorfschullehrer Franz Xaver Gruber in „Das ewige Lied“, ein Film über die Entstehung des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“. Als Gaststar trat er in nahezu allen bekannten deutschen Serien auf, u. a. in „SoKo Wien“, „Polizeiruf 110“, „Der Bergdoktor“, „Ein Fall für zwei“, „Der letzte Bulle“, „Die Chefin“ oder „Deadline – Jede Sekunde zählt“ (2007-2012). Seit 2014 ist er in der facettenreichen Rolle des Geschäftsmanns Alexander Weber in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ zu sehen. 2015/2016 stand er u. a. für „Lizenz zum Seitensprung“, „Ein Sommer auf Lanzarote“, zwei Folgen von „Der Bozen-Krimi“ und „Kreuzfahrt ins Glück – Apulien“, 2017 in der Romanze „Einspruch für die Liebe“ und in dem Kinofilm „Uncertain Border“ vor der Kamera, der 2018 in die Kinos kam. 2017 war er zum ersten Mal bei den Freilichtfestspielen in Worms engagiert. In „GLUT. Siegfried von Arabien“, dem letzten Teil von Albert Ostermaiers Nibelungen-Trilogie, spielte er als Zentralfigur den historischen Hauptmann Klein (alias Hagen), der im Ersten Weltkrieg in geheimer Mission im Orient war.
In der Rolle des Boris in der EURO-STUDIO Landgraf-Produktion von Yasmina Rezas „Bella Figura“ ist er seit der Spielzeit 2017/2018 auf Tournee zu erleben.

Coline Serreau,
geboren 1947 in Paris, ist die Tochter eines Theaterregisseurs und einer Schriftstellerin. Nach dem Studium der Literatur und Musikwissenschaft, einer Schauspielausbildung und dem Besuch einer Zirkusschule stand sie in Paris in Rollen von Shakespeare, Pirandello und Brecht auf der Bühne. Bald wechselte sie auf die ‚andere Seite‘ und begann, Drehbücher und Theaterstücke zu schreiben. In der Verfilmung ihres ersten Drehbuches (1973) übernahm sie die Hauptrolle und führte zwei Jahre später bei einem Kurzfilm erstmalig selbst Regie. Ihr Spielfilmdebiút „Pourquoi pas?“, eine ironische Dreiecksgeschichte über Freud und Leid der sexuellen Befreiung in der Nach-68-Generation, wurde mit dem Prix Sadoul ausgezeichnet. Ein Sensationserfolg wurde ihr Film „Drei Männer und ein Baby“, ausgezeichnet mit drei CÉSARS, dem wichtigsten französischen Filmpreis (ein Pendant zum amerikanischen OSCAR). Allein im Großraum Paris sahen über zwei Millionen Besucher den Film. Neben weiteren Kino- und Dokumentarfilmen schrieb sie Theaterstücke, in deren Uraufführungen, meistens inszeniert von ihrem Ehemann Benno Besson, sie immer eine Hauptrolle übernahm: „Hase Hase“ (UA 1986) war 1993/94 in Deutschland die meistgespielte Komödie. Nach „Theater im Grünen“ (UA 1987) wurde 1993 das Clownsspiel „Weißalles und Dickedumm“ uraufgeführt. In all ihren Arbeiten bleibt Serreaus Handschrift unverkennbar. Ihre Stücke und Filme sind durch ihren Witz und Charme stets auch dem großen Publikum zugänglich, selbst wenn sie Themen berührt, über die man eigentlich nicht lachen mag. Die turbulente Heiterkeit verhindert, dass sich der Zuschauer persönlich verurteilt fühlt. Er lernt, über sich zu lachen.


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