Präsidenten-Suite

Renaissance-Theater Berlin
PRÄSIDENTEN-SUITE
Ein modernes Märchen von John T. Binkley
Deutsch von Guntbert Warns und Moritz Staemmler

Mit Andreas Hoppe, Mona Seefried, Sven Walser,
Florence Adjidome, Johanna Griebel u.a.

5 Mitwirkende

Regie: Guntbert Warns
Bühne: Momme Röhrbein
Kostüme: Ariane Warns, Felina Warns

08.12.2020 – 16.12.2020 und
08.01.2021 – 30.01.2021


INHALT

Im Zeichen der #MeToo-Debatte thematisiert John T. Binkleys hochaktuelles Stück die Strukturen sexualisierten Machtmissbrauchs.

Richard Chataigne, weltbekannter Wissenschaftler und französischer Spitzenpolitiker, sieht sich brisanten Anschuldigungen ausgesetzt: Er soll in einem New Yorker Luxushotel Naomi St. Cloud, ein farbiges Zimmermädchen, sexuell genötigt haben. Chataigne behauptet, alles sei einvernehmlich geschehen. St. Cloud berichtet jedoch brutale Details. Für die Medien ist die Affäre ein gefundenes Fressen. Chataignes vermögende Ehefrau, vom Seitensprung ihres Mannes weder überrascht, noch sonderlich beeindruckt, heuert Top-Anwalt Jordan Pershing an. Einziges Ziel: Die ganze Angelegenheit muss so schnell wie möglich beendet werden, zum Wohle der Karriere ihres Mannes. Pershing ruft eine Kampagne ins Leben, die St. Cloud nachhaltig diskreditieren und für ein Schweigeabkommen gefügig machen soll. Nach und nach zeigt das schmutzige Spiel seine Wirkung.  Doch Elizabeth Granger, die Anwältin des Opfers, hat noch ein Ass im Ärmel.

Der amerikanische Autor John T. Binkley beleuchtet in „Präsidenten-Suite“ die Mechanismen von Einschüchterung und Korruption. Geschickt lässt er zunächst offen, was sich wirklich zugetragen hat, und zeigt ein über Jahrzehnte erprobtes, erschreckend effektives System von Machtmissbrauch. Die Mächtigen, die sich für unantastbar halten, bemerken dabei nicht, dass sich immer mehr couragierte Frauen gegen ihre Entwürdigung wehren. Doch alles und jeder hat seinen Preis. 


PRESSESTIMMEN

John T. Binkleys Drama „Präsidenten-Suite“ kann man sich nicht eine Sekunde entziehen. Durch das intensive Spiel der Schauspieler entwickelt sich rasch eine Sogwirkung. Die starke Inszenierung zeigt, wie wichtig die „MeToo“-Debatte auch in Zukunft sein wird.
BERLIN Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost, 11.10.2018

Die Szene lebt vom gekonnt formulierten Text und dem darstellerischen Geschick der Personen. Am Schluss gibt‘s viel Beifall vom Premierenpublikum.
BERLIN Horst Rödiger, roedigeronline.de, 08.10.2018

Das ist schön und das wärmt das Herz, aber ist es nicht schrecklich, dass auch im Märchen das Geld alles regelt, selbst die Gerechtigkeit?
BERLIN Irene Bazinger, Berliner Zeitung, 12.10.2018

Man lauscht mit angehaltenem Atem. Starkes Stück!
BERLIN Martina Kaden, B.Z. 


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BIOGRAFIEN

Seefried, Mona_2_c_Alexander WiedlMONA SEEFRIED
Madame Chataigne
Der bekannten Schauspielerin liegt das Theater im Blut: Als Tochter einer Kammersängerin und eines Geigers bestand sie bereits mit 15 Jahren die Aufnahmeprüfung an der renommierten Wiener Schauspielschule Max-Reinhardt-Seminar. Zwei Jahre später holte Intendant Hans Hollmann sie ans Baseler Stadttheater, wo sie drei Jahre lang engagiert war. Danach ging sie zu Intendant Boy Gobert ans Hamburger Thalia Theater. Als er vier Jahre später Intendant des Berliners Schiller Theaters wurde, nahm er Mona Seefried mit. Auch andere Bühnen in Berlin wurden auf die junge Schauspielerin aufmerksam; so gastierte sie u. a. mit der Jacques-Offenbach-Oper „Orpheus in der Unterwelt“ (Rolle: Öffentliche Meinung) an der Deutschen Oper Berlin und spielte im Theater des Westens die Irma la Douce im gleichnamigen Musical. Daneben zeigte sie in verschiedenen Showprogrammen ihr Gesangs- und Tanztalent. 1986 zog es sie unter Intendant Frank Baumbauer ans Bayerische Staatstheater München, wo sie u. a. in der Uraufführung von Lion Feuchtwangers „Der Erfolg“ die Rolle der Johanna Krain spielte. Auch ihre langjährige TV- und Film-Karriere startete sie mit Erfolg: In der Serie „Praxis Bülowbogen“ stand die an der Seite von Günther Pfitzmann erstmals vor der Kamera. Neben ihren vielseitigen Theater- und Musical-Engagements drehte sie immer wieder zahlreiche TV-Serien und Fernsehfilme, blieb dem Theater aber auch weiterhin treu. Spätestens seit dem zur Weihnachtszeit oft wiederholten TV-Spielfilm „Single Bells“ (1998), in dem sie die Rolle der Hausfrau und Mutter Luise spielte, ist Mona Seefried auch einem breiteren Publikum bekannt. Der TV-Erfolg wiederholte sich mit der „Single Bells“-Fortsetzung „O Palmenbaum“ (2000), in der sie erneut an der Seite von Martina Gedeck und Erwin Steinhauer zu sehen war.  Bis 2018 spielte sie außerdem knapp 13 Jahre lang die Rolle der Charlotte Saalfeld in der beliebten ARD-/ORF-Serie „Sturm der Liebe“, die 2010 mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Im Juli 2014 ging die 2000. Folge dieser mittlerweile in 22 Ländern erfolgreichen Telenovela auf Sendung, im September 2015 feierte die Serie ihr zehnjähriges Bestehen. Mona Seefried lebt im Münchner Westen und, wenn es die Zeit erlaubt, in ihrem Haus in Mittelitalien. Mit der Konzertdirektion Landgraf ist sie u. a. 2020 in der EURO-STUDIO Landgraf-Produktion von Peter Quilters ernster Komödie „4000 Tage“ auf Tournee.

ANDREAS HOPPE
Richard Feynon Chataigne
Andreas Hoppe – alias Kommissar Mario Kopper – ist dem deutschen Fernsehpublikum bekannt als der Mann an der Seite der dienstältesten „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal, alias Ulrike Folkerts. 22 Jahre lang gingen die beiden in Ludwigshafen auf Verbrecherjagd. Die letzte Folge mit dem beliebten Ermittlerduo wurde 2018 ausgestrahlt.
Der gebürtige Berliner studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. 1990 hatte er seinen ersten Fernsehauftritt in der ARD-Serie „Lindenstraße“. Im Kino war er unter anderem in Lars Beckers packender Gangster-Ballade „Kanak Attack“ (2000) und im Jugendfilm „Blöde Mütze!“ (2007) von Johannes Schmid zu sehen.
Dem Theater hat Andreas Hoppe trotz seiner engmaschigen TV-Drehpläne stets die Treue gehalten. Er spielte an verschiedenen Berliner Häusern, darunter am GRIPS Theater, am Theater an der Parkaue und dem Theater am Kurfürstendamm, wo er 2005 in der Rolle des Kjell Bjarne in „Elling“, einem Schauspiel von Axel Hellstenius nach dem Bestseller „Blutsbrüder“ von Ingvar Ambjornsen, auftrat. Im Theater an der Parkaue wirkte er u. a. 1996 in Wolfgang Borcherts Klassiker „Draußen vor der Tür“ (Regie: Manuel Schöbel) sowie 1995 in „On the Open Road“ von Steve Tesich (Regie: Jürgen Zielinski) mit. Am Grips Theater spielte er in dem Musikalischen Theaterstück „Die Moskitos“ nach dem Roman von Martin Kluger und Martin Rauhaus und in „Linke Geschichte“ von Volker Ludwig und Detlef Michel mit, beide in der Regie von Wolfgang Kolneder. Auch in „Frank & Stein“ von Ken Campbell (Regie: Peter Hathazy) und in der Ensembleproduktion „Heimatlos“ (Regie: Hermann Vinck) stand Andreas Hope auf der Bühne des Grips Theaters. Am Theater des Westens spielte er u. a. in dem Musical „Sweet Charity“ nach Federico Fellinis Film „Die Nächte der Cabiria“ die Rolle des Vittorio Vidal unter der Regie von Helmut Baumann und den Chauffeur in „Grand Hotel“ (Regie: Thommy Tune).
2009 erschien Andreas Hoppes amüsantes Erstlingswerk als Autor „Allein unter Gurken“ in Zusammenarbeit mit Jacqueline Roussety, in dem Hoppe der kniffligen Frage nachgeht, wie man sich nach einem Zehn-Stunden-Drehtag am besten mit gesunden Produkten aus der Region versorgen kann? Hoppes Interesse an Themen der Ökologie, Umwelt, Ethik und Fragen des Tierschutzes ist schon lange geweckt. Er ist deutschlandweit mit Lesungen unterwegs und seit mehreren Jahren Pate des Naturvisionen-Filmfests in Ludwigsburg. Außerdem engagiert er sich in verschiedene NGOs für Kampagnen, die ihm am Herzen liegen, so beim Nabu, WWF, WDCS und bei der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. 2017 erschien sein „Sizilien Kochbuch“ als Reminiszenz an seinen alten Freund „Mario Kopper“. 2019 erschien sein drittes Buch, „Die Hoffnung und der Wolf“, in das er u. a. seine Erfahrungen als NABU-Wolfsbotschafter (seit 2000) einfließen ließ. Andreas Hoppe lebt in Berlin. Seine große Leidenschaft ist das Motorradfahren.

SVEN WALSER
Jordan Pershing
Der Schauspieler, der bereits mit Regielegenden wie Klaus Michael Grüber (in Nabokovs „Der Pol“), Luc Bondy und Andrea Breth (in Kleists „Familie Schroffenstein“ und Gorkis „Nachtasyl“) zusammenarbeitete, ist dem breiten Publikum durch zahlreiche Fernseh-Engagements bekannt. Besonders mit seiner Rolle als Stallknecht Kuno in der NDR-Kultserie „Neues aus Büttenwarder“ machte sich Sven Walser ab 1997 einen Namen. Er steht regelmäßig für so beliebte TV-Formate wie „Tatort“, „Großstadtrevier“, „Alarm für Cobra 11“, „Küstenwache“ oder Spielfilme wie Heinrichs Breloers „Speer und Er“ (2005), Peter Keglevics „2 Tage Hoffnung“ (2003) vor der Kamera. Im Kino war er in „Russendisko“ (2011, Regie: Oliver Schmitz), „Fly“ (2019, Regie: Katja von Garnier), „Rendezvous“ (2005, Regie: Alexander Schüler) und „Wie die Karnickel“ (2002, Regie: Sven Unterwaldt) zu sehen.
Der gebürtige Bremer absolvierte sein Schauspielstudium in Hamburg. Engagements führten ihn u. a. an renommierte Häuser wie das Schauspiel Köln, an die Staatstheater Braunschweig und Hannover, ans Nationaltheater Mannheim, Stadttheater Darmstadt, das Schauspielhaus Bochum und an die Münchner Kammerspiele. Viele Jahre war er festes Ensemblemitglied des Schauspielhauses Düsseldorf. In seiner Wahlheimat Berlin gastierte er an verschiedensten Bühnen wie dem Deutschen Theater, Maxim Gorki Theater, Hebbel am Ufer (HAU) und dem Schillertheater. An der Schaubühne am Lehniner Platz war er sowohl fest engagiert (1992–1995) als auch als freischaffender Schauspieler tätig (bis 1998).
Im Laufe seiner Theaterkarriere konnte sich Sven Walser ein umfangreiches Repertoire aufbauen und die Bandbreite seines Könnens mit Rollen wie Marc in Rezas „»Kunst«“, Harpagon in Molières „Der Geizige“ und Aegisth in „Eine Orestie“ unter Beweis stellen: So spielte er in Shakespeares „Othello“ (Jago), „Hamlet“ (Polonius), „Der Kaufmann von Venedig“ (Lancelot Gobbo) und „Ein Sommernachtstraum“ (Oberon), in Goldonis „Diener zweier Herren“ (Truffaldino), Schillers „Der Parasit“ (Selicour) und „Die Räuber“ (Karl Moor), in Sophokles‘ „Ödipus“, Klaus Manns „Mephisto“, Kafkas „Der Prozess“ sowie in Ödön von Horváths „Der jüngste Tag“. Im Frühjahr 2019 faszinierte der Schauspieler durch seine eindrucksvolle Gestaltung des Bundeskanzlers Willy Brandt in Michael Frayns „Demokratie“ am Ernst Deutsch Theater Hamburg.
Diverse Karriereabstecher führten Sven Walser auch über die Landesgrenzen hinaus: So gastierte er am Burgtheater Wien, am Schauspielhaus Zürich und am Luzerner Theater. Hier überzeugte er als Leonce in Büchners „Leonce und Lena“, als Harlekin in Marivaux‘ „Das Spiel von Liebe und Zufall“ sowie als Dorfrichter Adam in Kleists „Der zerbrochne Krug“.
In der Spielzeit 2020/21 und 2021/22 ist Sven Walser in dem Schauspiel „Tyll“ in der Rolle des älteren Tyll auf Theater-Tournee. Die Produktion nach dem Bestseller-Roman von Daniel Kehlmann entstand in Zusammenarbeit des EURO-STUDIO Landgraf mit dem Ernst Deutsch Theater Hamburg.

JOHANNA GRIEBEL
Elizabeth Granger
Die gebürtige Bielefelderin schloss 2012 ihr Studium an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin mit Auszeichnung ab. Bereits während des 2. Studienjahres wurde sie 2010 als Gast an das Deutsche Theater Berlin geholt und arbeitete dort mit Stephan Kimmig in Judith Herzbergs „Über Leben“ und mit Alexander Riemenschneider in Ewald Palmetshofers „hamlet ist tot. keine schwerkraft“.  Parallel wurde sie auch am Berliner Ensemble als Gast in mehreren Stücken engagiert, gehörte unter Claus Peymann von 2012 bis 2015 zum festen Ensemble und steht auch weiter regelmäßig als Gast dort auf der Bühne. U. a. war sie 2010 als Gretchen in „Gretchens Faust“ von und mit Martin Wuttke zu sehen. 2012 folgten Hauptrollen in Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ (Regie: Enrico Lübbe) und in der „Dreigroschenoper“ (Regie: Robert Wilson). Weitere Hauptrollen waren 2014-2017 Marie in Büchners „Woyzeck“ und Ophelia in Shakespeares „Hamlet“ (Regie: Leander Haußmann). Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Regisseuren wie Robert Wilson, Luc Bondy, und Leander Haußmann. Mit der „Dreigroschenoper“, „Hamlet“ und „Peter Pan“ (2013-2017) reiste Johanna Griebel zu Gastspielen im europäischen Ausland, Amerika, Australien, Asien und Russland, mit bis zu 2700 Zuschauern pro Vorstellung. Seit Sommer 2015 ist sie freischaffend tätig und tritt auch in Film- und Fernsehproduktionen auf, u. a. spielte sie 2017 eine Hauptrolle in dem Kinofilm „Das schaffen wir schon“ von Andreas Arnstedt und 2009 in dem TV-Film „Mädchen“ von Andreas Simon.

GUNTBERT WARNS
Regie
Nach dem Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover begann der mehrfach preisgekrönte Schauspieler, Autor und Regisseur seine Theaterlaufbahn am Berliner Grips Theater. Es folgten Engagements an der Freien Volksbühne und am Schillertheater in Berlin sowie am Thalia Theater Hamburg. Eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet ihn mit Katharina Thalbach, die ihn immer wieder für ihre Produktionen engagierte, u. a. in den 1990er Jahren am Schillertheater in „Macbeth“, am Thalia Theater in Brecht/Weills „Die Dreigroschenoper“, 2002-2003 als Jupiter in Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ am Theater Basel, 2011 als Papageno in Mozarts „Die Zauberflöte“ bei den Seefestspielen Potsdam und 2015-2016 für die Titelrolle in Kleists „Amphitryon“ am Berliner Ensemble. Mit Jérôme Savary entstanden am Schillertheater „D’Artagnan und die drei Musketiere“, sowie „Mutter Courage“ am Thalia Theater in Hamburg und „Cyrano de Bergerac“ bei den Bad Hersfelder Festspielen, wo Guntbert Warns mit dem Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde.
In Berlin war er 1995 in der Titelrolle von Paul Greens und Kurt Weills Musical „Johnny Johnson“ im Theater des Westens zu sehen. Unter Calixio Bietos Regie spielte er von 2004 bis 2013 Bassa Selim in „Die Entführung aus dem Serail“ an der Komischen Oper Berlin, sowie in Gent und Antwerpen den Sprecher in Brechts „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“.  Seit 2008 spielt und inszeniert Guntbert Warns zudem regelmäßig am Berliner Renaissance-Theater. Er spielte dort u. a. 2011 mit Suzanne von Borsody in der Deutschsprachigen Erstaufführung von „Der letzte Vorhang“ der niederländischen Autorin Maria Goos und 2017 in Nick Paynes „Konstellationen“, beide unter der Regie von Antoine Uitdehaag. Mit „Konstellationen“ war er seit 2018 bereits zweimal sehr erfolgreich mit der Konzertdirektion Landgraf auf Gastspielreise; eine dritte und letzte Tournee steht im Frühjahr 2020 an. Von 2009 bis 2019 war er in Erik Gedeons „Ewig jung“ zu sehen, eine Inszenierung für die das Ensemble 2010 mit dem Berliner Theater-OSCAR, dem Goldenen Vorhang, ausgezeichnet wurde. Eigene Regiearbeiten waren u. a. Francis Vebers Komödie „Von hinten durch die Brust ins Auge“ („Dinner für Spinner“), Theresia Walsers „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ (beide 2012) und Michael Frayns Komödie „Der nackte Wahnsinn“ (2014). 2015 entstand die Deutschsprachige Erstaufführung von Donald Margulies‘ „Haus auf dem Land“. Seine Inszenierung von Florian Zellers „Der Vater“ war 2016 für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. 2017 erarbeitete er die Komödie „Mord auf Schloss Haversham“, und 2018 inszenierte er die Deutschsprachige Erstaufführung von John T. Binkleys Kammerspiel „Präsidenten-Suite“. Diese Produktion geht in der Spielzeit 2020/2021 mit dem Tournee-Theater Thespiskarren auf Gastspielreise. Ebenfalls 2018 erlebte Guntbert Warns‘ erstes eigenes, in Ko-Autorenschaft mit Antoine Uitdehaag geschriebenes Stück „Tanke Sehnsucht“ seine Uraufführung am Renaissance-Theater. Neben seiner Bühnentätigkeit ist Guntbert Warns seit 1984 viel gefragter Schauspieler in zahlreichen Film- und Fernseh- sowie internationalen Kinoproduktionen. Im Kino war er u. a. 2005 in dem preisgekrönten Kinofilm „Valerie“ (Regie Birgit Möller), 2012 in Detlev Bucks Verfilmung von Daniel Kehlmanns Besteller-Roman „Die Vermessung der Welt“ und 2018 in „The Great Freedom“ (Regie: Tom Bewilogua) zu sehen. Von 1995 bis 1999 wirkte er in 18 Filmen der TV-Reihe „Die Straßen von Berlin“ mit. Für seine Rolle in dem Fernsehfilm „Mitten im Leben“ wurde er 2006 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Darüber hinaus spielte er Episodenhauptrollen in beliebten Krimireihen wie „Tatort“, „SOKO Wismar“, „SOKO Stuttgart“, „Der letzte Bulle“ und „Heldt“, in Serien wie „Meine schönsten Jahre“ oder in dem Sechsteiler „Anna Voss“ als Sohn von Maria Schell im Hauptcast. 2016 spielte er u. a. in dem Fernsehfilm „Gladbeck“, der 2018 mit dem Deutschen Schauspielpreis (Ensemble) und dem Golden Bird Seoul International Drama Award (als bester Fernsehfilm) ausgezeichnet wurde. Im Sommer 2018 drehte er die Krimiserie „Die Klempnerin“.

MOMME RÖHRBEIN
Bühne
Der Bühnen- und Kostümbildner ist in Berlin geboren und dort und in New York und Havanna aufgewachsen. Seit 1989 ist er als Ausstatter tätig und hat seitdem für mittlerweile mehr als 150 Produktionen gearbeitet, u. a. am Residenztheater München, am Schauspielhaus Hamburg, am Thalia Theater Hamburg, am Staatsschauspiel Dresden, am Akademietheater des Burgtheaters Wien, am Volkstheater Wien, am Maxim Gorki Theater Berlin, an der Komödie am Kurfürstendamm Berlin, am Berliner Ensemble, am Staatstheater Saarbrücken, am Staatstheater Kassel, am Nationaltheater Mannheim, bei der Ruhrtriennale, am Mainfranken Theater Würzburg, am Theater Lübeck, am Landestheater Linz, an der Oper Basel, der Oper Köln, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig, der Oper Lissabon und bei den Seefestspielen am Wannsee. Er arbeitete u. a. mit den Regisseuren Matthias Hartmann, Wolfgang Hofmann, Anthony Pilavachi, Markus Völlenklee, Leander Haußmann, Philippe Besson, Stephan Suschke, Katharina Thalbach und Antoine Uitdehaag. Am Renaissance-Theater Berlin verantwortete er u. a. die Ausstattung für Samuel Becketts „Das letzte Band“, eine Koproduktion mit dem St. Pauli Theater Hamburg und den Ruhrfestspielen Recklinghausen. In den Jahren darauf folgten Ausstattungen für Matthieu Delaportes und Alexandre de la Patellières „Der Vorname“, William Somerset Maughams „Die ideale Frau“, Carl Sternheims „Die Hose“ und Nick Paynes „Konstellationen“. Mit Guntbert Warns erarbeitete er Francis Vebers „Von hinten durch die Brust ins Auge“ („Dinner für Spinner“), Michael Frayns „Der nackte Wahnsinn“, Donald Margulies’ „Haus auf dem Land“ und 2016 Florian Zellers „Der Vater“.

ARIANE WARNS
Kostüme
Ariane Warns studierte Modedesign am Lette-Verein in Berlin. In den 1990er Jahren war sie an verschiedenen Theatern, darunter dem Berliner Schillertheater, dem Theater des Westens, dem Theater am Kurfürstendamm und dem Renaissance-Theater Berlin im Kostümbereich engagiert. Hier arbeitete sie u. a. mit den Regisseuren Benno Besson und Jürgen Schwalbe zusammen, sowie mit dem Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Ezio Toffolutti. Es folgten einige Jahre als freischaffende Designerin in der Modebranche, wo sie u. a. als Designerin im Luxus-Strickbereich tätig war.

FELINA WARNS
Kostüme
Nach ihrem Abitur im Jahr 2013 machte Felina Warns eine Hospitanz am Berliner Ensemble im Bereich Kostüm für die Produktion „Woyzeck“ unter der Regie von Leander Haußmann. Von 2015 bis 2017 absolvierte sie ihre Modedesign Ausbildung am Lette-Verein in Berlin. Danach folgte ein Semester am Amsterdam Fashion Institute. Nach ihrer Rückkehr holte sie der Lette-Verein zurück in die Meisterklasse, die nur wenigen ausgewählten Studenten angeboten wird. Im Rahmen dieses Jahres schneiderte sie unter anderem auch Kostüme für eine Fernsehproduktion.
Anschließend absolvierte sie ein Praktikum bei dem Modelabel Namilia, welches auch bei der New York Fashion Week ihre Kollektionen präsentiert. PRÄSIDENTEN-SUITE ist ihre erste Arbeit als Kostümbildnerin.