Kling, Gerit_2_c_rechtefrei

Falsche Schlange

Theater im Rathaus Essen, Tournee-Theater THESPISKARREN
FALSCHE SCHLANGE
Psycho-Thriller von Alan Ayckbourn
Deutsch von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting

Mit Gerit Kling, Mackie Heilmann, Astrid Rashed

3 Mitwirkende

Regie: Gerit Kling

5. – 30. Oktober 2021


INHALT 

»Ich will sogar eine beträchtliche Summe, Miss Chester.«
Nicht einen Moment der Entspannung gönnt der vielfach ausgezeichnete, 1997 von der Queen zum Ritter geschlagene Sir Alan Ayckbourn dem Zuschauer in diesem abgründigen Katz-und-Maus-Spiel um Familiengeheimnisse, alte Geister und viel Geld. Die schnellen, präzisen Dialoge fesseln von der ersten Minute an, und mit seinem untrüglichen Instinkt fürs Timing wartet Ayckbourn mit immer neuen überraschenden Wendungen auf und unterläuft alle voreiligen Schlussfolgerungen des Publikums bis hin zum perfekt kalkulierten letzten Augenblick.

Der Plot dieses packenden Thrillers ist nur auf den ersten Blick simpel: Nachdem sie gerade einen Herzinfarkt überstanden hat, kehrt die in Australien lebende Annabel zurück in ihre britische Heimat, weil ihr Vater plötzlich verstorben ist. Sie erfährt, dass nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die den Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat, sondern sie selbst zu Haupterbin bestimmt wurde, obwohl sie bereits als Teenager vor den Gewaltausbrüchen des tyrannischen Patriarchen geflohen war. Bei ihrer Ankunft trifft Annabel auf die Krankenschwester Alice, die kurz vor dem Tod des Vaters von Miriam entlassen worden ist, und die nun Ungeheuerliches behauptet: Miriam soll ihren Vater ermordet haben. Als Beweis zeigt Alice Annabel einen handschriftlichen Brief des Verstorbenen, in dem er erklärt hatte, um sein Leben zu fürchten. Alice hat jedoch kein Interesse daran, die Polizei einzuschalten, im Gegenteil! Sie wittert ein gutes Geschäft und ist bereit, das Verbrechen zu decken, verlangt für ihr Stillschweigen aber hunderttausend Pfund. Weder Annabel noch Miriam sind zur Zahlung bereit. Stattdessen verbünden sich die ungleichen Schwestern gegen die Erpresserin. Wie praktisch, dass Miriam sich mit Giften so hervorragend auskennt.

»Auf Wiedersehen, Schwesterlein …«
Anders als in den meisten Stücken des Krimigenres geht es in diesem Psychothriller nicht darum, eine Mörderin zu überführen, sondern die titelgebende „Falsche Schlange“ zu entlarven – und dabei legt der Autor so viele falsche Fährten, dass selbst versierte Kriminalisten unter den Zuschauern oft genug im Dunkeln tappen! Denn nichts ist wie es scheint in dieser zunehmend bedrohlich werdenden, schwer entwirrbaren Mischung aus psychologisch vielschichtigem Charakterstück und nervenaufreibendem Gruselschocker!


PRESSESTIMMEN

In dem Regie-Debüt von Schauspielerin Gerit Kling lieferte sich das erstklassig besetzte Ensemble einen verbalen Schlagabtausch und hielt für das Publikum überraschende Wendungen bereit.
BAD FALLINGBOSTEL Gudrun Fischer-Santelmann, Walsroder Zeitung, 05.11.2019

Schauspielerin Gerit Kling überzeugt mit ihrem Regiedebüt „Falsche Schlange“ das Publikum
Am Ende gab es großen Applaus für einen sehr spannenden Theaterabend der etwas anderen Art, dem das Publikum zeitweise scheinbar atemlos gefolgt war. So gut durchkonstruierte Krimis bekommt man selten zu sehen.
DELMENHORST Heide Rethschulte, Delmenhorster Kurier, 05.11.2019

Spannend und kurzweilig entwickelt sich das Drei-Frauen-Stück zum abgründigen Katz-und-Maus-Spiel und hält das Publikum im ausverkauften (…) Stadttheater in Atem. (…) Die Doppelbödigkeit des Stücks wird gut ausbalanciert, ausgezeichnet die Schauspielerinnen, die markante Charaktere stringent verkörpern.
NEUBURG Andrea Hammerl, Donaukurier, 07.11.2019

Gerit Kling, die neben einer der beiden Hauptrollen auch die Regie dieses Stückes übernommen hatte, sorgte für ein in sich stimmiges, rasantes Wortgefecht zwischen den Akteuren, für unerwartete Wendungen, spannende Momente, ebenso aber für Situationskomik und Nachdenklichkeit. (…) Das Publikum zeigte seine Begeisterung durch minutenlangen Applaus.
LÜDINGHAUSEN Inga Kasparek, Westfälische Nachrichten, 12.11.2019

Theater vom Feinsten
Tosender Applaus zum Schluss für drei spielstarke Frauen.
RHEINBERG Sabine Hannemann, Rheinische Post, 13.11.2019

Spannend bis zur letzten Minute
Das Thespiskarren-Trio – übrigens allesamt bestens bekannt aus Funk und Fernsehen – bewies neben einer unglaublichen Sicherheit angesichts einer wahren Text-Mammutaufgabe ebenso pointiertes wie vielschichtiges schauspielerisches Können. Das Publikum dankte mit minutenlangem Applaus.
LENNESTADT Werner Riedel, Westfälische Rundschau, 19.11.2019

Und immer wieder brillieren drei Frauen in humorvollen und slapstickartigen Szenen.
GERMERSHEIM Janina Croissant, Die Rheinpfalz, 22.11.2019

Dialoge wie aus der Pistole geschossen, überraschende Wendungen und ein kurzweilig agierendes Ensemble: Das Stück „Falsche Schlange“ war ein glänzender Auftakt der Abo-Theatersaison (…). Das Publikum (…) ließ sich mitreißen und sparte weder mit Szenenapplaus noch mit begeistertem Beifall am Schluss.
WERNE Anke Schwarze, Westfälischer Anzeiger, 23.11.2019

Ein furioses Schauspieltrio, das in seiner Geschlossenheit und mit großem Körpereinsatz die Zuschauer mitriss, fesselte und manches Mal zum Lachen brachte – allen voran die großartig humoristische, sehr präsente Mackie Heilmann.
HERDORF (aww), Siegener Zeitung, 25.11.2019

Vor allem Mackie Heilmann als Miriam überbietet sich als grandiose Ulknudel mit grandiosem Temperamentausbruch.
WALDSHUT-TIENGEN Rosemarie Tillessen, Südkurier, 29.11.2019

Sensationell gelungen!
Kaum zu glauben, dass es sich um den Regie-Einstand der bekannten TV-Schauspielerin Gerit Kling handelte. (…) Souveräne Geschmeidigkeit zeichnet ihre künstlerische Handschrift, ein feines Gespür für die Balance der doppelten Ebenen im raffiniert (…) geschriebenen Erfolgsstück des populären und mit vielen Auszeichnungen bedachten Dramatikers begeistert bis zur Atemlosigkeit.
ROTHENBURG (bhi), Fränkischer Anzeiger, 29.07.2017

„Falsche Schlange“ unter Regie von Gerit Kling war ein Hochgenuss.
ROTHENBURG Dieter Balb, Fränkische Nachrichten, 29.07.2017

Energie und Kraft entwickelt die Inszenierung besonders durch die messerscharfe Interpretation der Frauen-Figuren. (…) Gerit Kling beweist mit ihrem Regie-Debüt, dass sie es auch versteht, vor der Bühne die Fäden zu ziehen.
ROTHENBURG Elke Walter, Windesheimer Zeitung, 28.07.2017


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BIOGRAFIEN

Kling, Gerit_2_c_rechtefreiGerit Kling
Ihre Schauspielausbildung erhielt die vielseitige Darstellerin, die schon als Vierjährige in Konrad Wolfs preisgekröntem Film „Goya“ zum ersten Mal vor der Kamera stand, an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Nach ihrem Diplomabschluss spielte sie an großen Häusern, wie dem Deutschen Theater in Berlin, dem Schweriner Staatstheater, dem Brandenburger Theater, dem Staatstheater Nürnberg und dem Theater am Kurfürstendamm. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stand sie unter anderem 2009 in der Bühnenadaption von Ildikó von Kürthys Bestseller „Mondscheintarif“ in der Regie von Katja Wolff. 2013 inszenierte Wolff mit Gerit Kling den vielgelobten Soloabend „Oben Bleiben“ an den Hamburger Kammerspielen, der das Publikum auch 2015/16 noch begeisterte. 2014 spielte sie unter der Regie Holk Freytag Königin Elisabeth in Schillers Drama „Maria Stuart“ bei den Bad Hersfelder Festspielen. In Lutz Hübners Klassenzimmer-Komödie „Frau Müller muss weg“ ging sie von 2013 bis 2017 mit dem EURO-STUDIO Landgraf auf Tournee. Neben ihrer Bühnenkarriere stand Gerit Kling für diverse Fernsehproduktionen vor der Kamera. Bekannt wurde sie in der Titelrolle der ZDF-Serie „Die Gerichtsreporterin“ (1994). Dazu kamen Gast- und Hauptrollen in zahlreichen weiteren TV-Filmen und Serien, u. a. in „Notruf Hafenkante“ (2007-2017), „Alarm für Cobra 11“, „Liebling Kreuzberg“, „SOKO 5113“, „Nicht ohne meinen Anwalt“, „Die Rettungsflieger“, „Die Affäre Semmeling“, „Im Namen des Gesetzes“, „Das Traumschiffl“, „Dr. Kleist“, „SOKO Leipzig“ oder der mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnete Film „Stankowskis Millionen“. Aber auch in Kinofilmen wirkte sie mit, u. a. in „Barfuss“ (Regie: Til Schweiger, 2005), „Gnadenlos“ (Regie: Birgit Wolf, 2011) oder „Kaiserschmarrn“ (Regie: Daniel Kraus, 2012).

Heilmann, Mackie (c) Monika ReinhardtMackie Heilmann
Die gebürtige Heidelbergerin absolvierte ihr Schauspielstudium an der Berliner Schauspielschule Charlottenburg. Schon während des Studiums spielte sie im Café Theater Schalotte, sang Chanson-Abende im Theater Coupé und arbeitete in Mozarts „Cosí fan tutte“ mit Doris Dörrie an der Staatsoper Unter den Linden zusammen. Anschließend folgten Engagements in Frankfurt, Berlin, Darmstadt, Braunschweig, Hannover sowie Tourneen durch Deutschland und Österreich. Zu ihrem Theater-Repertoire zählen u. a. Produktionen wie die Komödie „Das (perfekte) Desaster Dinner“ von Marc Camoletti, „Die Studentin und Monsieur Henri“ von Yvan Calbérac (2015 an der Komödie Winterhuder Fährhaus), Tschechows „Die Möwe“ (2014—2015 am Theater Bonn) oder Neil LaButes „Fettes Schwein“, bei dem sie 2013-2014 unter der Regie von Folke Braband am Alten Schauspielhaus der Schauspielbühnen Stuttgart gastierte. 2016 spielte sie zudem in der Uraufführung von Christian Kühns Komödie „Der Nanny“ an der Comödie Dresden und gastierte damit 2018/2019 am Theater an der Kö in Düsseldorf. Dem Fernsehpublikum bewies sie ihr komisches Talent ab 2005 als eine der drei Hauptrollen in der SAT1-Comedyserie „Weibsbilder“. Das Publikum nahm das Format um drei starke Frauen begeistert an. Mit Ingolf Lück, Mike Krüger und Michael Kessler spielte sie in der 2008 für den Grimme-Preis nominierten Serie „Deutschland ist schön“. Als Elsebö in der ZDF-Familienserie „Siebenstein“ eroberte sie sich die Herzen der kleinen Zuschauer und taucht seit 2012 immer wieder als Cousine in der ZDF-Serie auf. Daneben spielte sie Rollen u. a. in „SOKO Wismar“, „Der Staatsanwalt“, „Bettys Diagnose“ und „Schneeweißchen & Rosenrot“. Im Kino war sie 2014 mit „Schmitdts Katze“, 2011 in „Der Schatten“ zu sehen.

Astrid Rashed (c) Anette DaugardtAstrid Rashed
Geboren in Freiburg und aufgewachsen in Konstanz absolvierte sie ihr Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg und erhielt im Anschluss daran erste Engagements am Theater im Zimmer in Hamburg. Es folgten Festengagements an der Württembergischen Landesbühne Esslingen sowie am Staatstheater Darmstadt. Seit 2000 ist Astrid Rashed als freischaffende Schauspielerin tätig. Regelmäßig führen Gastengagements sie ans Theater Dortmund, wo sie u .a. schon als Käthchen in Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ und als Lady Milford in Schillers „Kabale und Liebe“ zu sehen war. Auch im Berliner Theater unterm Dach ist sie regelmäßig zu Gast. Außerdem stand sie bereits am Theater am Kurfürstendamm in Berlin und der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg auf der Bühne. Daneben spielte sie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit, u. a. in den Kinofilmen „Treu“ (Regie Andreas Nickl, 2005) und „Weltverbesserungsmaßnahmen“ (Regie Jörn Hintzer, Jakob Hüfner, 2006) sowie in Episoden von „Tatort“ und „Großstadtrevier“. 2019 ist sie in „Der Rebell“ (Regie Randa Chahoud) wieder auf der Kinoleinwand zu sehen.

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