Der Mönch mit der Klatsche (c) Contra-Kreis-Theater

Der Mönch mit der Klatsche

Contra-Kreis-Theater, Bonn
Der Mönch mit der Klatsche
Eine Krimi-Komödie frei nach Edgar Wallace
von Stefan Keim
Vertriebsstelle, Hamburg

Mit Michaela Schaffrath, Stefan Keim

Regie: Horst Johanning
Animation: Martin Bross
Kostüme: Anja Saafan
2 Darsteller*innen

ca. 5. – 15. November 2022
ca. 1. – 10. März 2023


INHALT

Londoner Nebel mit Schuss
Ein Desaster bahnt sich an: Das Theater ist voll, aber das gesamte Ensemble steckt samt Bühnenbild im Stau auf der Autobahn fest. Die 856. Vorstellung des Gruselschockers „Der Mönch mit der Klatsche“ droht zu platzen und die dringend nötigte Abendeinnahme auszufallen. Nur Regieassistentin Karin Tor und Requisiteur Klaus Konski sind im eigenen Auto vorausgefahren und pünktlich vor Ort. Was tun? Nicht ganz freiwillig wagen sie das Äußerste: Sie haben die Vorstellung ja viele Hundertmal gesehen, kennen jeden Satz und jede Geste. Warum also nicht selbst in die Rollen schlüpfen? Ausgestattet mit ein paar Kostümen und spärlichen Requisiten tasten sie sich an die Figuren heran. Im Nu haben sie sich freigespielt und los geht es. In wilder Improvisation springen sie von Rolle zu Rolle und zaubern eine überdreht irrwitzige und rasant komische Krimishow auf die Bühne, die immer haarscharf am Scheitern entlangschrammt.
Trotz der waghalsigen Wendungen schaffen die beiden das Unmögliche und lassen – sehr zum Vergnügen eingefleischter Edgar-Wallace-Fans – die unvergessenen Gestalten der berühmt-berüchtigten Schwarz-Weiß-Klassiker einen nach dem andern wiederauferstehen, sei es der wahnsinnige Mörder, der skurrile Butler, eine Jungfer in Nöten und der liebenswerte, etwas schusselige Scotland Yard Ermittler.
Ein wunderbarer Thriller-Spaß mit Nostalgieeffekt und eine rasante Parabel auf die unmöglichen Aufgaben, die das Leben selbst uns manchmal stellt, mit zwei begeisternden Darstellern, die um ihr Überleben spielen.

Edgar Wallace, Bonvivant und Workaholic
Als 1967 „Der Mönch mit der Peitsche“ in den bundesdeutschen Kinos anlief, weilte Edgar Wallace (1875–1932) bereits seit fünfunddreißig Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Der unersättliche Genussmensch Wallace rauchte 80 Zigaretten pro Tag und trank dazu vierzig Tassen gesüßten Tee, was selbst eine robuste Natur auf Dauer nicht verkraftet hätte. Er starb 1932 in den USA an den Folgen einer Lungenentzündung, als er gerade an einem neuen Projekt arbeitete, das Kinogeschichte machen sollte: King Kong. Immerhin schaffte er es noch, das Gerüst der Geschichte und den Namen des Riesenaffen zu prägen. Zuvor hatte der passionierte Journalist, Glücksspieler, Besitzer eines Pferderennstalls und Autonarr bereits über 150 Romane, Erzählungen und Drehbücher verfasst sowie bei der Verfilmung seines eigenen Buchs „The Squeaker“ („Der Zinker“) 1930 Regie geführt.


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PRESSESTIMMEN

Der bekennende Wallace-Fan Stefan Keim, besser bekannt als Kulturjournalist, aber auch als Schauspieler eine Wucht, mixt nicht nur Motive aus diversen Werken des „King of Thriller“ zu einem irren Cocktail, sondern lässt auch die Stars des düsteren Leinwand-Universums auf die Bühne zurückkehren. Soviel sei verraten: Es gilt die alte Weisheit: „Mörder lügen nicht.“ Ein köstlicher Krimi-Spaß … Nach neunzig Minuten vergnügt entspannter Beifall aus dem ausverkauften Zuschauerraum.
BONN Elisabeth Einecke-Klövekorn, General-Anzeiger, 24./25. Oktober 2020.


BIOGRAFIEN

Michaela Schaffrath, 2015 (c) Carlos AnthonyoMichaela Schaffrath Katrin Tor
Michaela Schaffrath startete ihre Schauspielkarriere 2001 an der Seite von Dieter Pfaff, Uwe Ochsenknecht und Ingo Naujoks in der Kino-Krimikomödie „Der tote Taucher im Wald“ unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller. Weitere Kinorollen, wie etwa der Kurzfilm „Déjà vu“ (2001) und die Comic- Verfilmung „Nick Knatterton – Der Film“ (2002), folgten. Im Fernsehen spielte Michaela Schaffrath in Serien wie „Tatort“, „Kommissar Sperling“, „Polizeiruf 110“, „Ein starkes Team“, „SOKO Stuttgart“, „Taunuskrimi“, „Marienhof “ und „Lindenstraße“ mit. Unter der Regie von Wim Wenders übernahm die Wahl-Bremerin im Musikvideo der Toten Hosen „Warum werde ich nicht satt?“ neben Frontmann Campino die Hauptrolle. Mut bewies sie beim RTL Promiboxen und gewann gegen Rocksängerin Doro Pesch. Bekanntheit erlangte Michaela Schaffrath 2008 im RTL-Dschungelcamp, das sie als Zweiplatzierte mit dem Publikumsprädikat „Königin der Herzen“ absolvierte. Im Anschluss stand sie als Moderatorin bei Comedy Central für den Comedy Sketch-Mix vor der Kamera und gewann beim Prominentenspecial von „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro, die für ein Kinderkrankenhaus in Frankfurt und den „Förderverein für krebskranke Kinder e.V.“ in Köln gespendet wurden.
Von 2010 bis 2013 stand Michaela Schaffrath in über 300 Vorstellungen mit dem Erfolgsstück „Zärtliche Machos“ an der Seite von Hans-Jürgen Bäumler, Mogens von Gadow und Werner Michael Damman auf der Bühne. Sie gastierte mit dem Stück in Köln, Düsseldorf, Essen, Frankfurt und München. Sie spielte die Hauptrolle in der Komödie „Zauberhafte Zeiten“ in der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig und im Neuen Theater in Hannover. Weitere Engagements folgten im Schloss-Theater Neuwied oder auch in Bonn/Bad Godesberg. 2015 kehrte sie als Diana Ward in dem Kriminalstück „Die toten Augen von London“ von Edgar Wallace ans Neue Theater Hannover zurück. 2016 stand sie in dem Comedy-Thriller „Gänsehaut“ als psychisch labile Jane Sanderson in der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig auf der Bühne. 2017 spielte sie das Stück im Neuen Theater in Hannover. 2018 stand sie erneut in „Die toten Augen von London“ in der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig auf der Bühne und war damit anschließend bundesweit auf Tournee. 2019 spielte Sie bei den Schlossfestspielen in Neersen die Blanche Becker in der Komödie „Der Mustergatte“ sowie in „Der Geister-Leuchtturm“ in der Komödie am Altstadtmarkt. Im Januar 2020 stand sie erneut in „Der Mustergatte“ im Contra-Kreis-Theater in Bonn auf der Bühne. Von April 2017 bis Mai 2018 moderierte sie Ihre eigene Radiosendung „Sonntags-Talk mit Michaela Schaffrath“ bei Radio 38 in Braunschweig. Michaela ist auch als Hörbuch- und Synchronsprecherin gefragt.

Stefan Keim (c) Stefan KeimStefan Keim Klaus Konski
Der Kabarettist, Journalist, Autor und Moderator lebt im südöstlichen Ruhrgebiet in Nordrhein- Westfalen. Nach dem Zivildienst studierte er einige Zeit Journalismus, Geschichte und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Dortmund und unternahm nebenbei erste Schritte als freier Kulturjournalist, Autor und Kabarettist. Er liefert regelmäßig Beiträge für die Hörfunkprogramme des WDR, das Deutschlandradio Kultur, den SWR, die Welt am Sonntag und den Westfalenspiegel. Stefan Keim ist Autor von Theaterstücken, Kurzgeschichten, Kabarettprogrammen und Texten für Preisverleihungen, Galas und viele andere Anlässe. Dabei tritt er nicht selten selbst auf die Bühne. Außerdem schrieb er das Live-Hörspiel „Fantomas“ gemeinsam mit Leonhard Koppelmann, „Mach´s noch einmal, Mona Lisa” für Mona und Kris Köhler, das Solostück „Akrobaten fliegen tief ” für Caroline Keufen, viele Szenen und Programme für Kriszti Kiss sowie das Programm „Eheversprechen und andere Missverständnisse” des Koffertheaters Wetter. Auch steuerte er Skripte für den Henri-Nannen-Preis bei, für das Kabarett Die Distel in Berlin oder für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust”. Die Bücher „Haben Sie‘s heilig? – Satiren im Schatten der Krippe” oder „Schwingungen – Dortmund, die Musikstadt” schrieb er zusammen mit Didi Stahlschmidt. Als Moderator ist der umtriebige Allrounder viel unterwegs, etwa bei Galas, bei Europas größtem Krimi-Festival Mord am Hellweg, bei Neujahrskonzerten der Duisburger Philharmoniker und der Hagener Philharmoniker, bei Kulturforen des WDR 3, Kongressen und Podiumsdiskussionen, z. B. im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, beim NRW-Theatertreffen, den Festspielen Bad Hersfeld oder im Theater Duisburg. Für das Contra-Kreis-Theater Bonn stand er schon öfter mit eigenen Stücken und Programmen wie „Monster Kabarett – Lachen bis das Blut gefriert. Dracula & Co. auf Jobsuche“, „Man steckt nicht drin – Das perfekte Chaos zwischen Mann und Frau“ und „Der Mönch mit der Klatsche“ auf der Bühne.

Horst Johanning Intendant, Regisseur
Horst Johanning studierte in Göttingen und in Berlin Theaterwissenschaft und Philosophie, danach an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er 1965 seine Schauspielausbildung abschloss. Zusammen mit Katinka Hoffmann leitet er seit 1980 das Contra-Kreis-Theater. Seine ersten Inszenierungen am Contra-Kreis-Theater waren das Lustspiel „Was ist an Tolen so sexy?“ von Ann Jellicoe und „Der amerikanische Traum“ von Edward Albee. Johanning inszeniert am liebsten Uraufführungen. »Das ist wie reisen in unbekanntes Land«, sagt er. Am Contra-Kreis-Theater führte er u. a. in „Souvenir“ von Steven Temperleys (2021), in „Fremde Verwandte“ von René Heinersdorff (2018), in „Glamour, Gauner und Juwelen“ von Robin Hawdon (2017), in „Venedig im Schee“ von Gilles Dyrek (2016) oder in „Seitensprung für Zwei“ von dem Autorenduo Lars Albaum und Dietmar Jacobs (2009) Regie. Allein am Contra-Kreis-Theater hat Johanning Dutzende von Komödien auf die Bühne gebracht. Er gilt als ausgewiesener Regieexperte. In den meisten deutsprachigen Privattheatern hat er schon gearbeitet. Bis 2017 war er Vizepräsident des Deutschen Bühnenvereins und Vorsitzender der Privattheatergruppe.